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26.11.2015

Dieses Jahr wird auch getrommelt

Traditionen sollen gepflegt werden. Deswegen lädt der Penzliner Männerchor auch stets am ersten Adventssonntag zu seinem Konzert ein. Dieses Jahr erhält der beliebte Auftritt einen ganz besonderen Pfiff. Und das in mehrfacher Hinsicht.

Penzlin. Wenn der Penzliner Männerchor am Sonntag zu seinem traditionellen Adventskonzert um 15 Uhr in der St. Marienkirche auftritt, hat er gleich zwei Neuigkeiten mit. „Dieser Auftritt ist der erste richtig große, den Lars Bünger dirigieren wird“, erzählt Wolfgang Jaeger, der Vorsitzende des Männerchores. Bisher habe er schon bei kleineren Anlässen wie der Überreichung der Ehrenbürgerwürde an Jost Reinhold gewirkt, aber nun dirigiere er alleine, sagt Wolfgang Jaeger.
Allzu aufgeregt scheint er deswegen nicht zu sein, und auch der 29-jährige Lars Bünger bleibt im Gespräch mit dem Nordkurier ziemlich gelassen. Und das, obwohl er die Chorleitung erst am 1. Juli übernommen hat. Denn Lars Bünger ist für die rund 40 Sänger kein Unbekannter mehr. Der „junge Bursche“ ist seit seinem 15. Lebensjahr Mitglied im Penzliner Männerchor, hatte in den Anfangsjahren aber nur mitgesungen. Seine Leidenschaft zum Dirigieren kristallisierte sich erst im Laufe der Jahre heraus. „Ich bin aufs Musikgymnasium gegangen und danach hat sich das Interesse für die Chorleitung entwickelt“, erzählt Bünger. Der junge Mann hatte seine musikalischen Kenntnisse in Gesang und in Chorleitung auch für einige Zeit am Institut für Kirchenmusik an der Universität Greifswald vertieft. Im Männerchor hatte er die ganze Zeit über weiter gemacht.
Nun hält er den Taktstock bei der duften Truppe schon ganz sicher in der Hand. Mit dem musikalischen Werkzeug wird er am Sonntag sowohl einige bekannte als auch eine ganze Anzahl von eher unbekannten Liedern dirigieren.
Und der Chorleiter hat bei der Auswahl der Lieder auch auf anspruchsvolle Stücke geachtet. „Wir werden beispielsweise in einem Doppelquartett singen“, erzählt Wolfgang Jaeger. Aber auch die klassischen Weihnachtslieder wie „Es ist ein Ros entsprungen“, „Oh Tannenbaum“ und „Leise rieselt der Schnee“ werden in einem Liedblock zu hören sein.
Die heißen Proben dazu hatten Anfang Oktober begonnen. Lars Bünger blickt optimistisch auf den Auftritt. Für das Ensemble sei alles sehr gut arrangiert, erklärt er. Und bei einigen kleinen Konzerten, die sie im Vorfeld schon gaben, habe er auch gespürt, dass die Leute seinen Taktstock akzeptieren..
Nach der Generalprobe am Mittwochabend wird die Aufregung bei ihm, wie er gesteht, zunehmen. Und auch die anderen Chorsänger werden sicherlich etwas nervöser als üblich sein. Aber nicht nur, weil sie nun mit einem „neuen Chef“ auftreten, sondern auch, weil erstmals die afrikanischen Flüchtlinge bei dem Konzert mitwirken werden. „Sie haben einen eigenen Part, den sie mit ihrem Deutschlehrer gestaltet haben“, schildert Lars Bünger das zweite Novum des Konzertnachmittags. Sie werden zwei Lieder aus ihrer Heimat singen und darüber hinaus ein Trommelstück präsentieren, fügt Wolfgang Jaeger hinzu. „Im Süden Afrikas geht es lebhaft zu und das wollen sie transportieren“, erläutert er. Sie werden außerdem in einem etwa zehnminütigen Gemeinschaftsteil mit den Männern Weihnachtslieder singen, fügt Lars Bünger hinzu.
Er schätzt, dass das Konzert etwa 70 Minuten dauern wird. Und er hofft, dass die Kirche – wie schon in den vergangenen Jahren – bis auf den letzten Platz gefüllt sein wird.

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n.schuldt@nordkurier.de

26.11.2015 
Quelle: Nordkurier 

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