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05.11.2016

Duftende Wilde werden das Dorf umzingeln

Wildrosen sind robust und pflegeleicht. Und trotz ihrer einfachen Blüten setzen sie Blickpunkte. Schon im nächsten Jahr werden sie ihre Pracht am Rundweg von Marihn entfalten. Zurzeit kommen die Wilden in den Boden. Es ist ein besonderer Abschluss.

Marihn. Der Regen sorgte dieser Tage immer wieder für Pausen. Ansonsten ist die feuchte Witterung aber optimal für Herbstpflanzungen. Mitarbeiter eines Neubrandenburger Landschaftsbaubetriebes sind gegenwärtig in Höhe des Rundweges anzutreffen, auf dem sich Marihn sozusagen von außen erschließen lässt. Angelegt wird eine Wildrosenhecke. Dabei stehen mehr als 20 Arten zur Auswahl. „Aber auch Solitärgehölze kommen in den Boden wie Vogelkirsche, Birnen, Pflaumen, Haselnuss, Flieder und Hartriegel”, zählt Fachfrau Bärbel Schönbeck auf. Nach dem Bepflanzen werden die Flächen mit Mulch abgedeckt. So bleibt die Feuchtigkeit im Boden und das Unkraut traut sich nicht allzuschnell heraus. Mitte November soll alles fertig sein.
Wie in der Stadtverwaltung Penzlin zu erfahren war, findet mit dieser Wildrosenhecke eine letzte Maßnahme aus dem Bodenneuordnungsverfahren für Marihn seinen Abschluss. Auch der Rundweg sei Bestandteil des großen Vorhabenpaketes, das mit Mitteln aus dem EU-Agrarfonds unterstützt wurde. Gleichfalls fließe hier eine Ausgleichsmaßnahme mit ein, die mit dem Bau des Hofweges zusammenhänge. Werden Flächen durch Straßenbau versiegelt, muss anderswo neues Grün wachsen. So die Regel. „Allein die Bepflanzung am Rundweg kostet an die 35 000 Euro. In einem ersten Abschnitt wurde bereits früher eine Hecke im Bereich der Streuobstwiese angelegt”, sagt Andreas Werner vom Bauamt der Stadt. Ebenso wurden 14 Winterlinden an der Straße nach Groß Lukow gesetzt.
Auch wenn es den Garten von Marihn mit seinen vielen Tausend David-Austin-Rosen nun schon seit Jahren nicht mehr gibt, hat die Kommune immer noch Gefallen an diesen besonderen Blüten. Und so soll eine Wildart davon den Rundweg des Dorfes zieren. Mit dieser Landschaftsgestaltung hat Marihn wieder etwas Besonderes zu bieten und leistet zugleich einen Beitrag zur ökologischen Dorfentwicklung. Denn mit dem cittaslow-Konzept ging von hier die Initiative aus, Traditionen auf dem Lande zu pflegen und bewusster zu Leben. Die Marihner Dorfgemeinschaft findet dafür immer wieder neue Ideen, die Alt und Jung gleichermaßen begeistern.
Kontakt zur Autorin
m.jacobs@nordkurier.de

05.11.2016 
Quelle: Nordkurier 

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