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24.08.2013

Ebbe in der Kasse und Flaute bei der Windkraft

Während der Jubiläumsfeste in den letzten Wochen war davon wenig zu merken, doch in Penzlin wird gestritten.
Penzlin. Der Umbau der Schule wird teurer als gedacht. Am Feuerwehrhaus in Alt Rehse müssen Abstriche gemacht werden. Und über die angedachte Sanierung des Voß-Hauses wird kaum noch gesprochen. Penzlin rutscht immer weiter in die roten Zahlen. Schon im vergangenen Jahr gab es Ärger mit der Kommunalaufsicht. Die Stadtvertretung beschloss daraufhin ein umfangreiches Konzept, um Einnahmen zu steigern und Geld zu sparen. Das fängt bei den Aufwandsentschädigungen für Ehrenamtliche an und endet längst nicht bei der Hundesteuer. Doch die Vorschläge reichen nicht aus. In diesem Jahr geht man in der Verwaltung von einer halben Millionen Miesen aus.

Seit dem vergangenen Herbst wird auch ein anderer Weg hitzig diskutiert: Die Windkraft. Bereits heute stehen westlich der Stadt fünf Windräder, von denen die Gemeinde allerdings nicht profitiert. Sechs weitere könnten folgen. Zwei Unternehmen haben Interesse bekundet, den Ausbau des Windparks zu übernehmen und zu vermarkten. Doch einige Einwohner protestieren. Sie fürchten unter anderem die Zerstörung des Landschaftsbildes und den Lärm. Im Gespräch sind Anlagen mit einer Höhe von fast 200 Metern. Eine Bürgerinitiative soll diesen Sorgen Ausdruck verleihen und sammelt Unterschriften gegen den Bau weiterer Anlagen. auch den Gewinnversprechen wollen die Kritiker nicht glauben.

In der Verwaltung hofft man, die Stadt könne selbst Anlagen betreiben und damit den Haushalt sanieren. Von bis zu 300 000 Euro im Jahr war zwischenzeitlich die Rede. Doch das ist nur Spekulation. Konkrete Angebote haben weder NOTUS Energy noch VentoTec vorgelegt. Dabei hatten die Unternehmen schon vor Monaten zugesagt, Zahlen zu liefern. Erst dann sollte auch in der Stadtvertretung weiter debattiert werden. Das Parlament müsste einer entsprechenden Änderung des Bebauungsplanes zustimmen.

Neben der Stadt könnte es weitere Nutznießer der sechs Neubauten geben. Das Bauland gehört zu Teilen der Evangelischen Kirche sowie dem Landwirt und Stadtvertreter Bernd Kohn. Gemeinsam mit den Unternehmen hatten sie der Stadt Penzlin im Juni angeboten drei der sechs Anlagen betreiben zu können. Zusätzlich wolle man eine Stiftung gründen, die kommunale Projekte unterstützt.

Seit einigen Monaten liegen die Verhandlungen auf Eis. Im Rathaus wartet man weiterhin auf konkrete Zahlen der beiden Unternehmen.
24.08.2013 
Quelle: Nordkurier 

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