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Blick auf Penzlin vom Mühlenberg Spiegelung
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07.09.2018

Ein Haus voller Geschichte und Hoffnung

Es soll Penzlins neue kulturelle Stätte werden und neben der Burg ein weitere touristischer Magnet.

Penzlin. In diesen Mauern steckt Geschichte, Hoffnung, Bewunderung. Und Kritik. In Penzlin richten sich alle Augen auf das Voßhaus am Markt. Denn es steht für große Erwartungen – und für hohe Kosten. Im Volksmund trägt der Bau schon den Spitznamen Elbphilharmonie der Turmstraße, denn das Projekt ist teurer geworden als geplant. Vielleicht kann der Tag des offenen Denkmals, bei dem die Baustelle erkundet werden darf, ja einige Kritiker versöhnen und ganz viele neugierige Penzliner und Besucher zum Staunen bringen.
Das alte Rektorhaus am Markt, in dem der Dichter und Übersetzer Johann Heinrich Voß von 1759 bis 1766 zur Schule ging, soll neue kulturelle Stätte werden in der Kleinstadt. Schwerpunkt bildet die Ausstellung zu Leben und Werk von Voß. Auch die Stadtbibliothek und die Tourismuszentrale sollen in das Literaturhaus einziehen, das seit 2016 saniert und umgebaut wird.
Im Altbau sind die Lehmputzarbeiten und die Innendämmung abgeschlossen. Die historische Innentreppe ist rekonstruiert und wird derzeit eingebaut. Die Wände sind für die Malerarbeiten vorbereitet und in den nächsten zwei Wochen soll der Innenanstrich erfolgen. „Im Anschluss an die Malerarbeiten wird mit der Installation des Ausstellungsbaus begonnen. Das Holzfachwerk ist instand gesetzt und die Fassade ist gestrichen, alle Holzfenster sind eingebaut mit verziertem Blendrahmen“, informiert Bürgermeister Sven Flechner. Auch im Neubau ist schon viel zu sehen und vieles soll in den nächsten Wochen fertig werden.
Johann Heinrich Voß ist bundesweit bekannt. Seinen Namen tragen der Johann-Heinrich-Voß-Preis für Übersetzung, der jährlich von der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung verliehen wird und der alle drei Jahre verliehene Johann-Heinrich-Voß-Preis für Literatur und Politik. Seinen Platz in der deutschen Literatur verdankt er in erster Linie den Übersetzungen der großen Epen Homers.
Die wiederum begeisterten den jungen Heinrich Schliemann in Ankershagen. Nachdem Schliemann die von Voß übersetzte Ilias las, soll er den Wunsch entwickelt haben, Troja zu finden. Das Voßhaus in Penzlin und das Heinrich-Schliemann-Museum in Ankershagen bilden also eine untrennbare Einheit.
In Otterndorf, der Partnerstadt Penzlins, wo Voß von 1778 bis 1782 Rektor der Lateinschule war, ist sein Wohnhaus als Museum gestaltet.

07.09.2018 
Quelle: Nordkurier 

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