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16.06.2017

Eine Stadt ringt mit seinen Senioren

Ein Papier beschäftigt die Gemüter in Penzlin. Nachdem die Satzung für den zu gründenden Seniorenbeirat bei den Stadtvertretern durchfiel, bemühte sich der Kulturausschuss um notwendige Änderungen. Einen gemeinsamen Nenner zu finden, scheint nicht so einfach zu sein.

Penzlin. Wer darf im Seniorenbeirat der Stadt mitarbeiten? Werden die Mitglieder von den Abgeordneten bestellt? Welche Rechte stehen dieser Interessenvertretung zu? Fragen, die es von den Mitgliedern des Ausschusses für Schule und Kultur am Mittwochabend zu beantworten galt. Die von der Verwaltung erarbeitete Satzung für den zu gründenden Seniorenbeirat hatte zuvor in der Stadtvertretung keine Zustimmung gefunden und sollte nun im Fachausschuss noch einmal unter die Lupe genommen werden. Dabei ging es vor allem um die Zusammensetzung des Seniorenbeirates. Denn in der jetzigen Satzung wird festgelegt, dass jede natürliche und juristische Person Mitglied werden könne, die bereit sei, die Belange der älteren Menschen zu unterstützen.
„Die Richtlinien im Dokument sind einfach nicht konkret genug. Wer hier mitarbeitet, der sollte zumindest Senior sein”, gab Stadtvertreterin Elke Haker von der Fraktion „Lebenswertes Penzlin” zu bedenken. Sie hatte sich für die Sitzung kundig gemacht und die Satzung des Seniorenbeirates Husum (Schleswig-Holstein) mitgebracht. Dort sind detailliert Gründung, Aufgaben und Mitwirkungsrechte eines Seniorenbeirates aufgelistet. Die Penzliner Satzung beruht zu großen Teilen auf der der Stadt Neubrandenburg, die von der Verwaltung auf Penzliner Verhältnisse umgemünzt wurde.
Schon während der Stadtvertretersitzung hatte Bürgermeister Sven Flechner darauf aufmerksam gemacht, dass die Politik gewünschte Änderungen einbringen sollte. Darauf verwies während der Ausschusssitzung nochmals Mirko Meinhart als 1. Stadtrat. Schließlich hatten Abgeordnete angemerkt, bei der Zusammensetzung des Seniorenbeirates ein Wörtchen mitreden zu wollen. Denn als oberster Repräsentant der Stadt müsse das Parlament nicht unbesehen die Meinung Dritter hinnehmen.

Bürgerversammlung wird jetzt favorisiert
„Wir sollten Initiativen nicht ausbremsen. Vor Jahren wollte sich niemand den Hut aufsetzen für die Bildung eines Seniorenbeirates. Jetzt sieht das anders aus. Legen wir den Akteuren ein Korsett an, wird deren Interesse möglicherweise schwinden”, warf Ausschussvorsitzende Dagmar Kaselitz (SPD/Die Linke) in die Debatte ein. So könnte man sich doch auf eine Anzahl von Mitgliedern für den Seniorenbeirat einigen. Deren fünfköpfiger Vorstand werde aus den Reihen gewählt und dieser agiere dann mit den Stadtvertetern zusammen. Vereine, die mit der Seniorenarbeit zu tun haben, könnten ebenfalls Vorschläge für die Besetzung des Beirates unterbreiten. Pastor Hartmuth Reincke (WPL) verwies auf die älteren Mitbürger in den Ortsteilen Penzlins, die sich hier ebenfalls einbringen sollten.
Im Verlauf der Beratung wurde eine Bürgerversammlung favorisiert, die Voraussetzung für die konstituierende Sitzung des Penzliner Seniorenbeirates sein soll. In Vorbereitung darauf wird die Verwaltung die jetzige Satzung überarbeiten. Elke Haker überreichte Mirko Meinhart dafür als Ideenanregung das Dokument aus Husum. In der Sitzung am 18. September wollen die Ausschussmitglieder sich noch einmal über die geänderte Satzung für den Seniorenbeirat verständigen. Sie soll dem Parlament dann als Beschlussvorlage für die Tagung am 10. Oktober vorgelegt werden.

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m.jacobs@nordkurier.de

16.06.2017 
Quelle: Nordkurier 

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