Hilfsnavigation

Blick auf Penzlin vom Mühlenberg Spiegelung
Logo natürlich Mecklenburgische Seenplatte
12.10.2017

Einige Reihen sind wieder geschlossen

Bauen wird in Penzlin groß geschrieben. Mit ihren Beschlüssen gaben die Stadtvertreter grünes Licht für weitere Vorhaben. So soll im Ortsteil Werder ein neues Wohngebiet erschlossen werden. In die ehemalige Bibliothek könnten Senioren einziehen. Aber eins wird dort nicht funktionieren.

Penzlin. Mit der Besetzung wichtiger Posten in der Stadtverwaltung Penzlin schaut Bürgermeister Sven Flechner nun wieder optimistisch nach vorn. Kümmerte er sich in den vergangenen Monaten auch um die Belange des Bauamtes, so konnte er diesen Posten zum 1. Oktober in die Hände einer Fachfrau geben. Jacqueline Tillack aus Neubrandenburg leitet nun das Amt für Bau und Wirtschaftsförderung.
Vorgestellt wurde während der Stadtvertretersitzung am Dienstagabend zugleich die neue Kämmerin. Eileen Zickuhr, die zuvor in der Stadtverwaltung Waren tätig war, ist bereits seit September im Penzliner Verwaltungshaus als Amtsleiterin für Finanzen anzutreffen. So konnte endlich mit der Haushaltsplanung für 2018 begonnen werden. „Gegenwärtig finden die ersten Plangespräche mit den Fachämtern statt. Ziel der Verwaltung ist es, im Dezember 2017 oder Januar 2018 einen ersten Haushaltsentwurf vorzulegen”, sagte der Bürgermeister. Parallel dazu werde das Haushaltssicherungskonzept der Stadt fortgeschrieben.
Eine Personalangelegenheit beschäftigte auch die Abgeordnetenrunde. Bernd Kohn unterbreitete den Vorschlag der Wählergemeinschaft Penzliner Land, Uwe Goldenbaum als neues Mitglied in den Stadtentwicklungsausschuss aufzunehmen. „Er zeichnet sich durch großen Sachverstand aus, ist zuverlässig und aufgrund seines Berufes prädestiniert für dieses Ehrenamt”, begründete der Penzliner die Empfehlung für den ehemaligen Wehrführer, die die Zustimmung aller Stadtvertreter fand.
Blumen und ein großes Dankeschön gingen an Peter Handsche aus Groß Flotow, der seit 2009 als sachkundiger Bürger den Fachausschuss der Stadtvertretung geleitet hatte und Ende Juni sein Ehrenamt niederlegen musste, weil er Mitglied im Ortsverband der CDU Neustrelitz geworden ist.
Nachdem Haupt- und Stadtentwicklungsausschuss bereits dem Bebauungsplan für das „Wohngebiet Werder” zugestimmt hatten, gab es auch von den Stadtvertretern ein einstimmiges Votum dafür. Private Investoren planen für den Penzliner Ortsteil auf dem Gebiet einer ehemaligen Tierhaltungsanlage am Dorfeingang eine kleine Eigenheimsiedlung, die für acht Häuser ausgewiesen wird. Dazu soll es bereits erste Anfragen von Bauwilligen geben.
Auf den Weg gebracht wurde auch das Bauvorhaben für Seniorenwohnungen, Begegnungsstätte und Tagespflege in der Großen Straße 4, das im Stadtentwicklungsausschuss zwei Wochen zuvor für reichlich Diskussion gesorgt hatte. Sven Flechner machte noch einmal deutlich, dass es sich dabei um sozialen Wohnungsbau handele. Darum seien Überlegungen zum Bau einer Tiefgarage für die Mieter nicht realistisch. Koste ein Stellplatz an die 2800 Euro, so wären für einen Tiefgaragenplatz 16 000 Euro notwendig. Zur Refinanzierung müssten die Bewohner der Seniorenanlage dann monatlich mit bis zu 80 Euro Miete allein für das Unterstellen ihres Autos rechnen.
Als Bauherr plant die Stadt für dieses Vorhaben 4,6 Millionen Euro ein. Bewirtschaften soll die Anlage die kommunale Wohnungseigentumsgesellschaft. Mittelpunkt bildet das Gebäude, das heute noch Bibliothek und Archiv beherbergt und behindertenfreundlich sowie barrierefrei ausgebaut werden soll. Dazu kommen zwei Appartementhäuser, sodass insgesamt 22 Wohnungen entstehen. Ein Verbindungsbau zwischen Alt und Neu lässt die Begegnungsstätte entstehen. Einzug halten wird hier zudem eine moderne Arztpraxis sowie im Obergeschoss des alten Hauses eine Tagespflege für bis zu zwölf Personen.
Begrüßt wurde von den Abgeordneten, dass diese Anlage in Modulen gebaut werden kann. Gerhard Kresin wandte sich mit Detailfragen zum Bau an die Mitarbeiter des Greifswalder Planungsbüros, hinterfragte Dachbegrünung, die Begleitung durch die Bodendenkmalpflege und machte kritische Anmerkungen zur Höhe der Balkonbrüstungen im unteren Bereich der Häuser. Norbert Schumacher hätte sich eine längere Aussprache zu diesem großen Bauvorhaben gewünscht, brachte sich dann aber mit einem Antrag ein. So zeigten sich die Abgeordneten mit der Entwurfsplanung grundsätzlich einverstanden, sicherten sich aber das Recht zu, in Detailfragen beim Bau mitentscheiden zu können.
Auch die Satzung des noch zu gründenden Seniorenbeirates, die die Handschrift des Kultur- und Schulausschusses trägt, wurde mit einigen kleinen Veränderungen bestätigt.
Kontakt zur Autorin
m.jacobs@nordkurier.de

12.10.2017 
Quelle: Nordkurier 

Kontakt

Stadt Penzlin
Der Bürgermeister
Warener Chaussee 55a
17217 Penzlin

Telefon +49 3962 2551-0
Fax +49 3962 2551-52
f.colberg@penzlin.de