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09.12.2016

Eltern wünschen mehr Sicherheit für ihre Kinder

Es geht um das Wohl der Kleinsten: An der Kita und der Regionalen Schule in Möllenhagen sollen Kinder als Fußgänger Vorrang haben – dank Zebrastreifen. Doch die hatte der Kreis vor Jahren abgelehnt. Der Eltern-Kitarat kämpft für seinen Wunsch.

Möllenhagen. Mit ihren sechs Wochen war Elsa die Jüngste bei der Gemeindevertretersitzung in Möllenhagen. Doch von den Diskussionen bekam sie nicht viel mit, schlief die Kleine doch selig in ihrer Babyschale. Dafür war aber ihrer Mutter Steffi Schlick ein Thema besonders wichtig: zwei Fußgängerüberwege zur Sicherheit der Kinder. Als Elternratsvorsitzende der Awo-Kita „Wirbelwind” hatte sie sich mit ihrem Anliegen an die Gemeinde gewandt und um Unterstützung gebeten.
„Schon vor zehn Jahren gab es so einen Antrag, der aber von der unteren Verkehrsbehörde abgelehnt wurde. Jetzt starten wir einen weiteren Versuch“, sagte die junge Frau, die im Jugendamt des Kreises arbeitet und sich gegenwärtig in Elternzeit ist. Da die dreijährige Tochter Anna die Kita in Möllenhagen besucht, ist Steffi Schlick mit der Problematik vertraut und möchte ein Zeichen in puncto Kinderschutz setzen. Konkret geht es um einen Zebrastreifen auf der Kreisstraße vor der Kita sowie um einen Fußgängerüberweg an der Regionalen Schule „Heinrich Schliemann”, die an der Gemeindestraße liegt. An beiden Stellen müssen Kinder die Straße überqueren, was eine Gefahr für die Kids sei.
Auch wenn für die Straße zwischen Regionaler Schule und Kita eine Geschwindigkeit von 30 Kilometern pro Stunde gelte, hielten sich nicht alle daran. Das hat auch Kita-Leiterin Anke Peters schon oft erlebt. „Gerade bei Bauarbeiten wird die Kreisstraße vor unserer Tür als Umleitung genutzt. Und dann donnern auch große Laster an unserem Haus vorbei”, weiß sie und unterstützt die Initiative des Elternrates.
Besonders gehe es um die Erstklässler, die mit dem Schulbus aus Groß Plasten kommen und an der Regionalen Schule in Möllenhagen aussteigen. Bei ihrem Weg zum Hort in die Kita müssen sie die Straße überqueren. Aus Kulanz holen Mitarbeiter der Kita die derzeit acht Erstklässler ab, nehmen aber auch gleich die anderen Kinder der 2. bis 4. Klasse mit unter ihre Fittiche. Gegenwärtig besuchen 28 Schüler den Hort. „Diese Begleitung stellt für die Kita ein zusätzliches Angebot dar, fängt die Aufsichtspflicht für uns Erzieher doch sonst erst in der Einrichtung an. Für den Weg hierher tragen ansonsten die Eltern die Verantwortung”, gibt Anke Peters zu verstehen.
Die Kita selbst bemühe sich, die Kinder zu selbstständigen kleinen Menschen zu erziehen. In der Vorschule werden sie konkret auf den Schulweg vorbereitet. Dennoch haben die Mitarbeiter kein gutes Gefühl dabei, die Erstklässler in den ersten Schulmonaten allein vom Bus zur Kita stiefeln zu lassen. Auch das Winterwetter mit Dunkelheit und Glätte spiele dabei eine Rolle.
Mit einem Zebrastreifen vor der Tür erhoffen sie sich mehr Sicherheit und Rücksicht von den Autofahrern. „Dennoch kann das Abholen der Hortkinder vom Schulbus nur eine Zwischenlösung sein. Denn unsere Fachkräfte werden in der Einrichtung für die Betreuung der Kinder gebraucht”, sagt Babett Sachse, die bei der Awo für die Kindertagesstätten zuständig ist.
„Mit unseren Bemühungen denken wir nicht nur an die Hortkinder in der Kita, sondern auch an die Schüler in der benachbarten evangelischen Grundschule sowie an die Mädchen und Jungen in der Regionalen Schule”, erklärt Elternratsvorsitzende Steffi Schlick und sucht auf dieser Ebene ein Bündnis im Dorf.
Die Beschlussvorlage ging auf der Gemeindevertretersitzung einstimmig über die Bühne. Bürgermeister Thomas Diener wies aber darauf hin, dass in Tempo-30-Zonen Fußgängerüberwege in der Regel entbehrlich seien. An Kindergärten und Schulwegen könnte es Ausnahmen geben.
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m.jacobs@nordkurier.de

09.12.2016 
Quelle: Nordkurier 

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