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16.09.2016

Er ist wieder da! Warum in Krukow geblitzt wird

Wer auf der Bundesstraße 192 in Krukow kein Bußgeld riskieren möchte, sollte im 70-km/h-Bereich den Fuß vom Gas nehmen. Denn dort nimmt ein Starenkasten erneut potenzielle Raser ins Visier. Die Rückkehr des Blitzers kommt nicht von ungefähr.

Krukow. Er war dann mal weg – nun ist er wieder da: der Blitzer an der Bundesstraße 192 in Krukow. Das heißt, Temposünder in Fahrtrichtung Penzlin und Waren erwartet wieder ein Foto-Shooting samt Bußgeld, wenn sie die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 70 km/h in diesem Abschnitt deutlich übertreten.
Die „ortsfeste Geschwindigkeitsüberwachungsanlage“, wie sie im Fach-Jargon heißt, war im vergangenen Jahr teilweise zurückgebaut worden, „da eine Unfallhäufung in diesem Bereich nicht mehr zu verzeichnen war. Dieses geschah unter dem Vorbehalt der weiteren Beobachtung“, erklärt Annett Thurm aus der Pressestelle des Landkreises Seenplatte auf Nordkurier-Nachfrage. Ihre Kollegin Haidrun Pergande hatte das nach dem Abbau des Blitzers schon angedeutet: „Bleibt zu hoffen, dass die Situation in diesem 70er-Bereich an der B 192 entspannt bleibt. Wenn nicht, wird die Unfallkommission erneut dazu eine Entscheidung treffen müssen.“
Die ist nun, 19 Monate später, getroffen worden, denn die Lage auf der B 192 sieht an dieser Stelle jetzt anders aus. Annett Thurm: „Eine verdeckte Verkehrszählung ergab, dass hier gerade in den Nachtstunden durch Verkehrsteilnehmer die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 70 km/h missachtet wird und es zu massiven Geschwindigkeitsüberschreitungen kommt.“ Um das daraus resultierende Gefahrenpotential zu mindern, so die Sprecherin weiter, wurde die Anlage wieder in Betrieb genommen. „Dies war eine Festlegung des Ordnungsamtsleiters, der gleichzeitig Vorsitzender der Kreisunfallkommission ist.“
Der Krukower Blitzer, den auch viele Berufspendler aus Neubrandenburg bestens kennen dürften, bestrafte seit Anfang der 90er-Jahre Raser und wurde in dieser Zeit gleich mehrfach bewusst beschädigt. Die Kamera löste schon vor dem Rückbau Anfang 2015 nicht mehr aus; aber die meisten Fahrer hielten sich damals trotzdem offenbar an die Tempo-Vorgaben. „Es gab kein Erfordernis mehr für diesen Blitzer“, lautete seinerzeit das Fazit von Kreissprecherin Haidrun Pergande. Das ist nun anders.
Die Unfallkommission des Kreises, die über das generelle Aufstellen dieser Anlagen entscheide, tage zweimal im Jahr, fügte sie hinzu. Der Kreis müsse dann beim Landesamt für Straßenbau und Verkehr einen Antrag stellen, um so einen Blitzer aufstellen zu können.
Dass der Starenkasten in Krukow wieder scharf schießt, ist auch den Anwohnern des kleinen Ortes nicht entgangen – und trifft zumindest bei einem auf Zustimmung. „Ich finde das gut. Wenn die Autos hier die Lastwagen überholen, sind die ganz schön schnell unterwegs – und sehen den Blitzer daher meist zu spät.“ Der Unfallschwerpunkt B 192 lässt sich im Übrigen auch an den Holzkreuzen in Krukow und kurz vor Ave erkennen, die an tödliche Crashs erinnern.
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f.ferber@nordkurier.de

16.09.2016 
Quelle: Nordkurier 

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