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23.09.2017

Er lässt sich künstlerisch auch von TV-Sendungen inspirieren

Kunst begegnet dem Besucher schon im Foyer des Gutshauses von Friedrichsfelde, führt über die Treppe hinauf in einen Ausstellungsraum. Mit Christoph Ludewig konnte die Gemeinde einen einheimischen Künstler gewinnen, der mit seinen Bildern von Ankershagen aus die Türen in die große weite Welt öffnet.

Friedrichsfelde. Zuhause ist er nicht im Gutshaus von Friedrichsfelde. Doch hat der Ankershagener Christoph Ludewig hier einige seiner persönlichen Sachen deponiert. Nicht einfach untergestellt, sondern ausgestellt. Bürgermeister Thomas Will bot dem Künstler erneut an, im historischen, gemeindeeigenen Gebäude Malereien zu zeigen. „Dieses Angebot habe ich gern angenommen”, ist vom Bildenden Künstler zu erfahren. Lud er Ausstellungsbesucher vor zwei Jahren schon mal mit 20 Motiven ins „Universum” mit Milchstraße, Urknall und Tiefen des Alls ein, so präsentiert er jetzt „Bilderwelten-Weltbilder”.
Dabei kommt der Betrachter in kurzer Zeit ziemlich weit rum in Ankershagen. Reicht die Bilderschau doch von Rom ins polnische Krakau über Pompeji, die Hochebene von Tibet bis hin ins Burgundenland. Auch ins tiefste Amazonien geht es. Die russischen Klöster erinnern den Künstler an seine Studentenzeit, hielt er sich doch 1983 für fünf Wochen im Rahmen eines Bildungsaustausches in diesem Land auf. „Nicht alle Orte, die auf den Motiven gezeigt werden, habe ich auch gesehen. Ich lasse mich auch mal von Reiseschilderungen inspirieren sowie von Fernsehsendungen”, kommt Christoph Ludewig auf seine künstlerische Arbeit zu sprechen. Momentan versucht er sich an neuen Techniken, arbeitet Fotos in seine Malerei ein. „Man muss sich ausprobieren, Neuem immer aufgeschlossen gegenüber stehen. Dann bleibt die Arbeit auch spannend”, hat der 62-Jährige für sich entschieden. Er stammt aus Jena, siedelte sich 1991 mit seiner Familie in der Gemeinde Ankershagen an.
Die Farbenfreude ist ganz typisch für den Künstler. Und so ist es nicht verwunderlich, dass er für ein „Auftragswerk” des Bürgermeisters sich diesbezüglich auch seine künstlerische Freiheit bewahrte. Fertigte er doch in einem der unteren Räume des Gutshauses ein Wandbild an, das die 750-jährige Kirche des Dorfes zeigt. „Schwierig war für mich allerdings, dieses Bild auf der Raufasertapete aufzutragen. Denn eigentlich arbeite ich mit Ölfarben auf Leinwand. Doch es gelang und ich hoffe doch, dass das Bild sich trotz des ungewöhnlichen Untergrunds mehr als zehn Jahre hält”, kann sich Christoph Ludewig ein Lächeln nicht verkneifen. Mit dem Wandbild nahm die Gemeinde Anlauf, das einstige Mykene-Zimmer im Gebäude umzugestalten. Hatte sich die Ausstellung, die der Partnerschaft von Ankershagen zur griechischen Kulturerbestadt gewidmet war, doch längst überholt. Demnächst sollen hier Besucher mehr über die Ortsgeschichte von Ankershagen erfahren, in der der Archäologe Heinrich Schliemann eine wichtige Rolle spielt.
Übrigens gibt es auch im Chorraum des Gotteshauses ein Bild von Christoph Ludewig zu sehen. Dabei handelt es sich um eine Christusdarstellung, die die Kirchengemeinde vom Künstler erworben hat.
Kontakt zur Autorin
m.jacobs@nordkurier.de

23.09.2017 
Quelle: Nordkurier 

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