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Blick auf Penzlin vom Mühlenberg Spiegelung
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18.08.2015

Es bleibt noch viel zu tun in Penzlin – doch womit packen wir es an?

Geschenke hatte Eckhardt Rehberg den Penzlinern nicht mitgebracht. Aber Zeit, sich Probleme der Kommune anzuhören. Eins ist derzeit Gesprächsthema Nummer 1.

Penzlin. Wer Penzlin besucht, der kommt nicht an der Burg mit ihren Verliesen vorbei. Die Daumenschrauben im Hexenkeller werden Gästen aber nur spaßeshalber angelegt und auch das Platznehmen auf dem Folterstuhl ist jedem selbst überlassen. So sah das auch Eckhardt Rehberg bei seiner Burgvisite am Montag.
Der CDU-Bundestagsabgeordnete hatte sich im Rahmen seiner Sommertour bei Bürgermeister Sven Flechner angemeldet. „Ich will mich erfahren, wo der Schuh drückt. Die Gespräche geben mir Anregung für die politische Arbeit“, umriss er das Anliegen, sich in seinem Wahlkreis sehen zu lassen. So erfuhr der Politiker von der Kündigung der Städtebaufördermittel seitens des Landes, die die Stadt in unruhiges Fahrwasser bringt. Schließlich habe Penzlin, so Flechner, erst einen Sanierungsstand von unter 80 Prozent erreicht.
Da aus Schwerin keine Förderung mehr zu erwarten sei, müssen die Prioritäten bei den anstehenden Vorhaben neu gesetzt werden. Für den Bereich Innenstadtsanierung stehen gegenwärtig nur noch eine Million Euro zur Verfügung — für die Verbesserung der Infrastruktur im Altstadtbereich. Für private Initiativen bleibe kein Geld mehr.
Während des Rundgangs durch die Stadt verwies der Bürgermeister auf den angedachten zweiten Bauabschnitt in der Turmstraße, die gegenwärtig einem Flickenteppich gleicht. „Vor fünf Jahren haben wir Kosten für diese Sanierung von ungefähr 600 000 Euro geschätzt. Heute würde dieses Geld schon nicht mehr reichen. Sanieren wir die anliegenden Gassen gleich mit, wären die noch vorhandenen Fördermittel von einer Million Euro schon aufgebraucht“, schilderte er dem Abgeordneten das Problem. Weniger Sorgen bereite die Finanzierung des Voß-Hauses am Markt, in dem künftig mit einer Ausstellung an den Heimatdichter Penzlins erinnert werden soll. Hier wartet die Stadt allerdings noch auf den Abschluss der baufachlichen Prüfung. Erst dann kann der Baustart erfolgen.
Ebenso wie die Alte Burg zählt inzwischen auch die Grundschule zu den Erfolgsobjekten der Innenstadtsanierung. Hier sind die Bauleute noch am Werkeln. Voraussichtlich nach den Herbstferien können Schüler und Lehrer den sanierten Bau mit neuer Mensa beziehen. In die Gesamtkosten von 4,4 Millionen Euro fließen Städtebaufördermittel von 2,2 Millionen Euro ein. „Nach wie vor stellt der Bund 700 Millionen Euro für Städtebaufördermittel zur Verfügung und das Land hat sein Budget von einst 22 auf 27 Millionen Euro erhöht. Ich denke, dass eine Umschichtung der Gelder erfolgt und dabei statt der kleinen jetzt größere Städte bedacht werden“, vermutet Eckhardt Rehberg.
Dass in Penzlin noch viel zu tun sei, davon habe er sich überzeugt. Dass sowohl öffentliche als auch private Initiativen aufgrund fehlender Sanierungsmittel gedrosselt werden, sei bedenklich. Darauf wolle er auch Innenminister Lorenz Caffier noch einmal hinweisen, so sein Kommentar.

18.08.2015 
Quelle: Nordkurier 

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