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18.10.2016

Es ist noch kein Künstler vom Himmel gefallen

Dass ein Clown in der Manege auch eine Sprechrolle hat, damit hatten einige Schüler der Penzliner Regionalschule nicht gerechnet. So blieb ihnen die Auswahl zwischen Akrobatik oder Zauberei. Zum dritten Mal standen die Kinder im Rampenlicht.

Penzlin. Mutprobe bestanden. Aufatmen bei den Kindern. Denn sie finden Schulleiter Bernd Neuendorf gut. Der verhielt sich ganz still vor der Messerwand als die scharfen Teile am Montag links und rechts neben ihm ins Holz schlugen. Doch Marko Sperlich beherrscht als Zirkuskünstler seinen Job, sodass bei diesem kleinen Intermezzo nichts schief gehen konnte. Seit dem Wochenende ist der 1. Ostdeutsche Projektcircus Andre Sperlich wieder in der Stadt und entzündet an mehreren Standorten in Penzlin ein Feuerwerk der guten Laune.
Während die Akrobaten in der Turnhalle proben, ziehen die Zauberer ihre Show in einem der Klassenräume ab. Seiltänzer, Trapezkünstler, Taubenflüsterer, Jongleure und Fakire sind im roten Zelt auf der Wiese hinter der Regionalschule „Johann Heinrich Voß“ anzutreffen. Zehn Zirkusmitarbeiter agieren als Trainer. In kurzer Zeit lernen die Schüler unter Anleitung effektvolle akrobatische Übungen und Darbietungen aus der bunten exotischen Manegenwelt. Denn für sie wird sich am Mittwoch zur Premiere der Vorhang öffnen.
„An diesem Projekt, das vom Schulförderverein initiiert wurde, beteiligen sich die Klassen 1 bis 7. Das sind 223 Kinder. Damit alle mitmachen können, haben wir die Fahrschüler und Penzliner in Gruppen geteilt“, sagt von Bernd Neuendorf. Schon 2007 und 2011 war der Projektcircus in Punschendörp zu Gast und so war die Vorfreude auf die bunte Truppe schon groß bei den Kindern. Dabei gibt es aber klare Ansagen von Zirkusdirektor Marko Sperlich. Denn schließlich sei Disziplin das A und O.
Seit 2005 ist der Circus deutschlandweit unterwegs. Das einst mit Pädagogen erarbeitete Programm komme überall gut an, so dass das Familienunternehmen immer sehr viele Anfragen von Schulen habe. Werden beim Einstudieren der Übungen Selbstbeherrschung und Konzentration gefragt, so erfahren die Kinder dabei Verantwortungsgefühl und eine Portion mehr Selbstvertrauen. „An tierischen Begleitern haben wir nur noch Tauben, eine Schlange und ein weißes Kaninchen mit dabei. Früher waren es auch noch Ziegen und Ponys“, sagt der Zirkusdirektor und spricht nebenbei einige Probleme an.
So stehe das Zelt mit seinem Durchmesser von 20 Metern meist auf Schulhöfen. Da gab es mitunter Zoff wegen der Pferdeäpfel und Ziegenköddel. „Zirkus ist wahre Kunst, alles ist live. Darum sollte dieses kulturelle Vergnügen einen besonderen Stellenwert haben“, äußert er einen Wunsch.
„Vorhang auf, Mange frei, das Spiel beginnt“, heißt es zur ersten Vorstellung mit den Penzliner Schülern am Mittwoch um 17 Uhr. Tags darauf präsentieren sie sich mit ihren einstudierten Stücken um 15 und um 18 Uhr. Und am Freitag gibt es um 9 Uhr noch eine Vorstellung. Neben den Eltern sind auch weitere zirkusbegeisterte Leute herzlich willkommen. „Ein Dank geht an die Feuerwehr sowie an 16 Muttis und Vatis, die beim Zeltaufbau unterstützten. Diese Hilfe wird auch am Freitag gegen 11 Uhr wieder nötig“, sucht Bernd Neuendorf nach Mitstreitern, die so der Schulprojektwoche einen schönen Abschluss bescheren könnten.
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m.jacobs@nordkurier.de

18.10.2016 
Quelle: Nordkurier 

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