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14.01.2017

Für den Radweg tritt Penzlin in die Pedale

Als Schotterpiste wurde der Alte Bahndamm von ABM-Kräften kurz nach der Wende für Radfahrer und Wanderer erschlossen. Inzwischen trägt er im Penzliner Bereich eine Asphaltdecke. Die Kommune ist bemüht, die gesamte Piste nach und nach auszubauen. Doch nicht alle können derzeit mitplanen.

Penzlin. Es soll weiter gehen mit dem Radwegebau im Penzliner Bereich. So sind für den Ausbau der Strecke Alter Bahndamm zwischen Groß Lukow und Bahnhof Marihn Gelder bereits im Stadthaushalt 2017 eingeplant. Dabei geht es um eine Weiterführung der Radpiste, die der Landkreis vor einigen Jahren angelegt hat.
Diesmal spannt sich die Kommune selbst vor den Karren, möchte keine Zeit verlieren. „Das Energieministerium des Landes hat im Vorjahr einen Fördertopf für den Radwegebau angelegt und da haben wir unser Projekt schon mal angemeldet. Inzwischen wurde es als förderfähig eingestuft”, freut sich Bürgermeister Sven Flechner. Mit dem Einreichen der dafür notwendigen Anträge sollen nun Nägel mit Köpfen gemacht werden.
Wie von Amtsleiter Matthias Mahnke zu erfahren war, müssen für den Ausbau der 2,3 Kilometer langen Strecke in Asphalt an die 400 000 Euro eingeplant werden. Man hoffe auf eine Förderung von 75 Prozent. Eventuell könnten dafür auch noch weitere Gelder eingeworben werden. Laufe alles nach Plan, könnte noch in diesem Jahr Baubeginn sein. Die Penzliner zeigen sich aber realistisch, wären auch mit einem Spatenstich in 2018 zufrieden. Kommt der noch fehlende Abschnitt zwischen Mallin und Wulkenzin irgendwann vom Kreis hinzu, dann gäbe es eine durchgehende Strecke auf dem Alten Bahndamm zwischen Marihn und Wulkenzin mit Anschluss in Richtung Neubrandenburg.
Dass Möllenhagen sich gegen den Ausbau des Bahndamms auf dem Gemeindegebiet ausgesprochen hat, das möchte Bürgermeister Thomas Diener so nicht stehen lassen. „Bei uns gibt es andere Voraussetzungen. Der Radwegebau gehört zu den freiwilligen Aufgaben. Ein nicht beschlossener Haushalt bindet uns da ganz entschieden die Hände. Für uns bildet ein möglicher Schuldenerlass gegenwärtig den Schwerpunkt im kommunalen Handeln”, sagt das Gemeindeoberhaupt.
Dazu komme, dass der Alte Bahndamm im Bereich Möllenhagen auch als Wirtschaftsweg von Forstwirtschaft und Landwirten genutzt werde. Die Gemeinde müsste für den Radweg Grund und Boden erwerben und zudem mit einer speziellen teuren Ausbaustufe das weitere Befahren der tonnenschweren Fahrzeuge ermöglichen. Das könne Möllenhagen nicht leisten.
Radler haben im Penzliner Land noch viele Wünsche, möchten auf sicheren Strecken durch die Landschaft fahren. Dazu gehört die Wegebeziehung zwischen Passentin und Gevezin, zwischen Krukow und Ullahof. Den Wanderweg am Großen Stadtsee in Penzlin zum künftigen Zeltplatz in Werder für Radfahrer zu erweitern, auch dazu gibt es Überlegungen.
„Wir hoffen darauf, dass das Straßenbauamt Neustrelitz den straßenbegleitenden Radweg an der B 193 ab Brustorf über Peckatel in Richtung Penzlin weiterführt“, nennt Bürgermeister Sven Flechner einen Wunsch seinerseits.

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14.01.2017 
Quelle: Nordkurier 

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