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21.12.2016

Für die Abrissbirne fehlt noch ein Okay

Statt mehr sind es noch weniger Mieter geworden in einem Wohnblock in Friedrichsfelde. Darum hat die Gemeindevertretung nun den Abriss beschlossen, um Kosten zu sparen. Dafür muss aber erst mal Geld bewilligt werden.

Friedrichsfelde. Die ersten Kündigungen zum 30. Juni 2017 sind schon raus. Dennoch will Bürgermeister Thomas Will noch mal das Gespräch mit den langjährigen Mietern suchen. Denn der geplante Abriss des Wohnblocks in der MTS-Siedlung 24 im Ankershagener Ortsteil Friedrichsfelde ist so gut wie beschlossen. Mit einer Gegenstimme sprachen sich die Gemeindevertreter dafür aus. Bereits im April gab es eine ähnliche Abstimmung dazu. Im 8-WE-Block wohnen derzeit nur noch drei Mietparteien. Ihnen wurden andere Wohnungen im Dorf in der Ringstraße 7 und in der MTS-Siedlung 26 angeboten.
„Wenn wir Mittel beim Land für die Abrisskosten einwerben wollen, müssten wir das Vorhaben für 2018 planen. Denn die Förderperiode reicht für diesen Bereich nur bis 2019”, erläuterte Amtsleiter Matthias Mahnke den Abgeordneten und sprach sich im Namen der Verwaltung für den Abriss dieses Hauses aus. Damit würde die Gemeinde finanziell entlastet, Instandhaltungs- und Bewirtschaftungskosten werden gespart, ebenso die Verwaltervergütung.
Laut Bürgermeister Thomas Will, stammt das Haus in der MTS-Siedlung 24 aus dem Jahre 1984, ist im Vergleich zu den benachbarten Häusern somit viel jünger. „Allerdings verfügt es über keine eigene Heizungsanlage. Wärme kommt über den Hausanschluss der anderen Blöcke”, sagt der Bürgermeister. Zudem sei es eine Illusion, auf neue Mieter zu hoffen. Der Leerstand würde weiter gehen. Generell gebe es in Ankershagen ein Überangebot an kommunalem Wohnraum.
Steffi Möller brachte während der Gemeindevertretersitzung abermals ihre Idee vom Verkauf des Hauses an einen privaten Investor ein. Werben könnte man ihrer Meinung nach dafür im Amtsblatt des Penzliner Landes. Doch dafür gab es keine Zustimmung.
Mit den bereits abgerissenen Häusern in Mollenstorf, Marihn und Lukow gab es für die Amtsverwaltung Penzliner Land bisher positive Effekte. Auf diesen Flächen könnte zudem neues Bauland entstehen. In Vorbereitung ist gegenwärtig der Rückbau eines Wohnblockes in Groß Flotow für das Frühjahr 2017. Das Landesförderinstitut stellt dafür Mittel in Höhe von über 21 000 Euro bereit. Hier wird sich die Stadt Penzlin mit weiteren 9600 Euro beteiligen müssen. Für Ankershagen wären es voraussichtlich bis 7000 Euro, die als Eigenmittel in den Abriss des alten Wohnhauses eingehen würden.
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m.jacobs@nordkurier.de

21.12.2016 
Quelle: Nordkurier 

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