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15.01.2016

Fürs Kirchenfest immer dem Faden nach

750 Jahre alt wird die Kirche in Ankershagen. In dieses Jubiläum wollen sich auch die Knüttfrugens einbringen. Und sie machen das, was sie am besten können.

Friedrichsfelde. Noch ist Winterpause im Gutshaus Friedrichsfelde. Sie wird von der Gemeinde für notwendige Renovierungsarbeiten genutzt. Ab 27. Januar wird es wieder lebhaft im oberen Bereich. Denn mittwochs treffen sich hier ab 15 Uhr „Dei Knüttfrugens“. Den Handarbeitsclub gibt es seit über zehn Jahren. Die sieben Frauen kommen aus Ankershagen, Rumpshagen, Bocksee, Wendorf und Waren, um gemeinsam zu basteln, zu stricken, zu sticken und zu häkeln.
In diesem Jahr unterstützen sie die Vorbereitungen für das 750. Jubiläum der Kirche in Ankershagen. Das Gotteshaus wurde am 1. Mai 1266 geweiht. „Schon im vorigen Jahr konnten wir Pastorin Angelika Finkenstein von unserem Vorhaben begeistern und griffen zu Faden und Nadel“, erzählt Heidelinde Müller, die Ideengeber für das Projekt der Knüttfrugens war. 21 Leinenbeutel wurden mit einem Kirchenmotiv versehen. Und zwar Stich für Stich in Schwarz, Braun und Grün. Aber auch kleine Deckchen mit biblischen Sprüchen, die ganz praktisch in Brötchenkörbe gelegt werden können, sind bereits fertiggestellt.
„Wir wollen diese Handarbeiten während der Jubiläumsfeier verkaufen und mit dem Geld die Kirchgemeinde unterstützen“, sagt Heidelinde Müller. Ihr Ehemann Gerhard bringt dieses Kirchenmotiv übrigens auf alte Biberschwänze auf, die einst das Dach des Gotteshauses vor Regen und Kälte schützten.
Wie zu erfahren war, bereitet das Festkomitee eine Jubiläumswoche vor. Für den 1. Mai sind ein besonderer Gottesdienst sowie die Goldene Konfirmation geplant. Die Kirche selbst, ein Bauwerk frühgotischen Stils, wurde inzwischen in mehreren Bauabschnitten saniert. Sie gehört zu den ältesten gut erhaltenen Gotteshäusern in Mecklenburg.
Geschickt mit Nadel und Faden umzugehen, das bringen die Knüttfrugens auch Kindern bei. So kommen drei Schülerinnen regelmäßig zum Treff ins Gutshaus.„Alle 14 Tage sind wir bei den Vorschülern der Awo-Kita in Möllenhagen. Selbst Jungs begeistern sich für die Handarbeiten. Das macht unheimlich viel Spaß“, schwärmt Heidelinde Müller. Neben der Gemeinde Ankershagen unterstützt auch die Awo-Ortsgruppe Möllenhagen den Handarbeitsclub in Friedrichsfelde.

15.01.2016 
Quelle: Nordkurier 

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