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06.01.2017

Fast 500 Vortrags-Schätze zu Schliemann ausgegraben, dann sagt der Chef ade

Einen Rückblick über die Sonntagsvorträge in den vergangenen 14 Jahren wird es im August im Schliemann-Museum geben. Damit endet diese Veranstaltungsreihe aber voraussichtlich. Denn der Leiter Reinhard Witte verlässt das Haus.

Ankershagen. Jetzt ist es offiziell. Reinhard Witte verabschiedet sich Ende August altersbedingt vom Heinrich-Schliemann-Museum Ankershagen. Doch bis dahin möchte der Einrichtungsleiter die geplanten Veranstaltungen mit viel Erfolg über die Bühne bringen.
Noch bis zum 31. März ist die Fotoausstellung „Gesichter der DEFA” von Sandra Bergemann auf dem Dachboden des früheren Pfarrhauses zu sehen, die mit dem Besuch von Schauspieler Goiko Mitic einen Höhepunkt erlebte. „Im April stellen wir die philatelistische Sammlung von Kurt Höppner aus Chemnitz vor, der diese dem Museum im Vorjahr als Dauerleihgabe kostenlos zur Verfügung stellte”, kommt Reinhard Witte auf die Sonderschau „Troja — Homer — Schliemann” zu sprechen, die bis September in Ankershagen bleiben wird. Mit dem 23. Juli gibt es auch schon einen festen Termin für das dritte Griechische Fest.
Fortgesetzt werden auch die Sonntagsvorträge, die seit Mai 2003 monatlich vom Museumsleiter angeboten werden. Mit 20 bis 30 Leuten hat sich dabei ein Stammpublikum gebildet, das sogar aus Hamburg oder Berlin anreist. Neben Themen zur Altertumswissenschaft und zur Geschichte Griechenlands geht Witte dabei auch auf Spezielles zu Schliemanns Leben ein. Für das Thema „Schliemann und die Frauen” interessierten sich 100 Besucher, auch Humoriges zum mecklenburgischen Archäologen kam gut an.
Dass sich von Schliemann sogar ein musikalisches Porträt zeichnen lässt, auch das bewies der Vortragende. „Mir ist es wichtig, Schliemann nicht isoliert zu betrachten. Darum informiere ich auch über andere Ausgrabungsorte und Archäologen seiner Zeit”, so Reinhard Witte. Das Vorstellen der vom Troja-Ausgräber verfassten Bücher fand ebenfalls Eingang in die Vortragsreihe. Reinhard Witte ist überzeugt, dass nicht jeder Schliemann-Forscher diese Veröffentlichungen gelesen habe. Viele orientieren sich seiner Meinung nach nur an den Korrespondenzen des Mecklenburgers.
„Ich habe Spaß an Statistiken und war jetzt selbst von einer Aufstellung überrascht. So habe ich seit Dienstantritt in Ankershagen 498 Vorträge zu 254 Themen an 49 Orten im In- und Ausland gehalten und damit zur Außenwirkung unseres Museums beigetragen”, sagt der Museumsleiter, der in der nächsten Woche seinen 65. Geburtstag feiert. Auch im Haus des Gastes in Waren und im Kurzentrum der Müritzstadt informierte er über Schliemann und motivierte so manch einen zum Besuch des Museums in Ankershagen, das zu den 20 Gedächtnisorten von nationaler Bedeutung gehört.

06.01.2017 
Quelle: Nordkurier 

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