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20.12.2016

Festliche Hochstimmung hoch zu Ross

Die Tradition des Reit- und Fahrvereins geht viele Jahrzehnte zurück. Mit Pferden hat im Dorf wohl fast jeder was am Hut. Das kleine Springturnier am zweiten Weihnachtstag in der Reithalle bringt immer viel Wiedersehensfreude.

Groß Vielen. Hufgetrappel gehört zum Alltag. Ist Groß Vielen doch als Pferdedorf bekannt. Das rührt noch von DDR-Zeiten her. Die Stallungen des ehemaligen Volkseigenen Gutes werden von privaten Pferdehaltern und vom Reit- und Fahrverein genutzt, den nach der Wende Eberhard Wolter, Rainer Maas, Hubertus Hoch und andere Pferdefreunde aus der Taufe hoben.
„Heute sind wir rund 50 Mitglieder, die Frauen dominieren. Aber was uns fehlt, sind Kinder und Jugendliche”, sagt Vereinsvorsitzende Katja Mohnke, die mit ihrer Familie in Penzlin lebt. Dass es dem Verein an Nachwuchs mangelt, habe ganz einfach mit finanziellen Mitteln zu tun. Denn jeder bringe sich hier mit seinem privaten Tier ein. So gebe es schon lange keine Vereinspferde mehr.
Gut aufgestellt sei die Truppe immerhin mit der erworbenen Reithalle, die allen Mitgliedern zur Verfügung steht. Von der Stadt Penzlin wurde der Reitplatz in Richtung Mollenstorf gepachtet, auf dem am ersten Augustwochenende traditionell das zweitägige Reitturnier mit Flutlichtspringen stattfindet. Es lockt sogar Sportler aus Brandenburg an und ist für das Dorf inzwischen zum absoluten Höhepunkt im Jahr geworden.
Doch auch momentan knüpfen Katja Mohnke und ihr Stellvertreter im Verein, Stefan Hentschel, die Organisationsfäden für einen weiteren sportlichen Wettkampf. „Doch dieser ist nicht so aufwändig wie die Veranstaltung im Sommer”, sagt der 35-Jährige, der sein Hobby längst zum Beruf gemacht hat und in Groß Vielen einen Turnier- und Ausbildungsstall unterhält. So veranstaltet der Reit- und Fahrverein am 26. Dezember von 14 bis 18 Uhr sein Weihnachtsturnier mit drei Springprüfungen.
Gerade auch für die Kinder gibt es einiges im Programm. Dabei dreht sich vieles um das Pferd, doch hier geht es mehr ums Spielen als um das Aufsitzen hoch zu Ross. „Viele ehemalige Groß Vielener kennen diesen Termin und so gibt es in der Reithalle immer große Wiedersehensfreude”, fügt Katja Mohnke hinzu. Die Diplomsozialpädagogin wuchs sozusagen in Groß Vielen mit den Pferden auf, ihre beiden Tiere sind bei den Eltern im Stall untergestellt. So weiß sie diese gut behütet auch für den Fall, wenn Beruf und Familie die 32-Jährige fordern. Und schließlich ist da auch noch die dreijährige Tochter.
Hätten die beiden Pferdefreunde einen Wunsch frei, so würden sie sich für die Perspektive Veränderungen auf dem Reitplatz wünschen. Der Boden müsste ausgetauscht und mit einer Drainage versehen werden, damit das Areal bei Regengüssen nicht wieder „absäuft”. Doch da es sich dabei um Pachtland handelt und der Verein über keine großen Gelder verfügt, bleibt das wohl vorerst ein Wunschtraum.
Kontakt zur Autorin
m.jacobs@nordkurier.de

20.12.2016 
Quelle: Nordkurier 

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