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22.09.2016

Film-Ikonen bei Schliemann zu Gast

Berühmte Schauspieler der DEFA geben sich in Ankershagen die Ehre. In der neuen Sonderausstellung der Fotografin Sandra Bergemann bestreiten sie die Hauptrolle. Damit widmet sich das Schliemann-Museum mal einem ganz anderen Thema.

Ankershagen. Alles hat seine Zeit. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge räumte Museumsleiter Reinhard Witte die Ausstellung „Archäologie und Archäologen im 19. Jahrhundert“ auf dem Dachboden des Schliemann-Museums ab. War diese Exposition doch mit dem 125. Todestag des Troja-Entdeckers und einem Internationalen Symposium verbunden. Doch jetzt steht etwas völlig Neues an, von dem sich das Museumsteam viele Besucher verspricht. Denn die junge Berliner Fotografin Sandra Bergemann macht mit ihrer Wanderausstellung „Gesichter der DEFA“ Station in Ankershagen.
Zur Eröffnung wird am Sonnabend, 24. September, um 16 Uhr eingeladen. Einführende Worte hält die Kunsthistorikerin Almut Koch aus Dahlem, auch die Autorin wird zugegen sein. Zu sehen war diese Schau bereits in vielen Orten Deutschlands, in Spanien, New York und auch in Ägypten. Jetzt kommt sie in ein kleines Dorf nach Mecklenburg und hat das wohl eher einem Zufall bzw. persönlichen Kontakten zu verdanken, wie vom Museumsleiter zu erfahren war.
Mit dem Tod von Hilmar Thate, einem der Großen im Filmgeschäft, bekommt die Sonderausstellung sogar einen aktuellen Bezug. Wer von den porträtierten 40 Charakterdarstellern des DEFA-Filmstudios im Schliemann-Museum vorgestellt wird, dazu konnte Reinhard Witte im Vorfeld noch keine Auskunft geben. Aufgrund des Platzangebotes werden es wohl 20 Schauspieler sein. Sandra Bergemann hat von 2002 bis 2008 DEFA-Schauspieler porträtiert, die auch heute ihren festen Platz im deutschen Film und Fernsehen innehaben. Begleitend zur Wanderausstellung erschien ein Bildband mit Kurzbiografien, Interviewauszügen und unveröffentlichten Szenenfotos.
„Die Wanderausstellung ist alles andere als ein Ostalgie-Projekt. Vielmehr geht um den gegenwartsbezogenen Blick auf die deutsche Filmvergangenheit, sowohl künstlerisch als auch dokumentarisch“, kommt Reinhard Witte auf die neue Sonderausstellung zu sprechen. Für ihn ist beispielsweise Rolf Hoppe einer dieser bekannten Schauspieler. Erinnerung an Kindheit, Jugend und Alltag wecken bei anderen vielleicht Hauptdarsteller wie Angelika Domröse, Erwin Geschonneck, Jörg Schüttauf und Dagmar Manzel. „Das Thema hat nichts mit Heinrich Schliemann zu tun. Es holt uns vielleicht aber einen anderen Besucherkreis ins Haus, der dann so ganz nebenbei von unserer Einrichtung erfährt“, hofft Reinhard Witte und erinnert sich an andere Sonderausstellungen mit ähnlichem Effekt. Zu sehen sind die „Gesichter der DEFA“ übrigens bis zum 31. März 2017. Noch im Herbst wird Gojko Mitic zur einer Lesung in Ankershagen vorbei schauen und dabei von seiner Lebensfilmrolle als „Chefindianer erzählen.
Kontakt zur Autorin
m.jacobs@nordkurier.de

22.09.2016 
Quelle: Nordkurier 

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