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28.04.2017

Fischsterben im Klein Lukower See bleibt weiter rätselhaft

Dass rund 1000 Fische im Klein Lukower See durch eine braune, stinkende Flüssigkeit gestorben sind, scheint klar. Doch nicht, wie diese in den See gelangt ist. Seit Wochen wird nach Antworten gesucht, das ist einer Einwohnerin zu wenig.

Klein Lukow. Auch zwei Wochen nach dem massenhaften Fischsterben im Klein Lukower See ist weiterhin unklar, wie die Flüssigkeit in den See gelangen konnte, die die Tiere vermutlich getötet hat. Das bestätigte jetzt auf Nordkurier-Nachfrage Kreispressesprecherin Haidrun Pergande.
Am 11. April wurden im Klein Lukower rund 1000 tote Fische entdeckt, die von Helfern aus dem See geholt wurden. Erste Ermittlungen vor Ort hatten ergeben, dass über einen Zulauf zum Klein Lukower See offenbar eine braune, übel riechende Flüssigkeit eingeleitet worden war. Diese war vermutlich dafür verantwortlich, dass die Tiere verendeten. In einem Graben, der in den See fließt, wurde auch ein so hoher Stickstoff- und der Phosphorgehalt nachgewiesen, dass dadurch das Fischsterben ausgelöst worden sein kann.
Wer diese Flüssigkeit aber in den See eingeleitet hat oder ob das eventuell ein natürlicher Abfluss von den umliegenden Feldern sein könnte, das ist weiter Gegenstand einer Untersuchung der Unteren Wasserbehörde der Kreisverwaltung, so Haidrun Pergande. „Doch es ist schwierig, einen Verursacher zu finden. Wasser hat seine eigenen Gesetze, seine eigenen Wege“, sagte sie, betonte aber, dass die Untersuchen auf keinen Fall ad acta gelegt wurden: „Es wird weiterhin geforscht.“
Für Dorothea Bayer, Einwohnerin von Groß Lukow, ist das zu wenig. Sie ist enttäuscht darüber, dass der Verursacher der Einleitungen noch immer nicht gefunden worden ist. Der Anglerverband habe sich rührend um den See bemüht, schreibt sie an den Nordkurier. Mit freiwilligen Helfern und Mitgliedern wurden die toten Fische entsorgt, und der See sehe wieder unberührt aus. „Ich möchte mich im Namen aller Einwohner und Nutzer des Sees für diese engagierte Arbeit bedanken. Ich hoffe, dass der Übeltäter dem Anglerverband eine entsprechende Aufwandsentschädigung zukommen lässt, auch wenn der Schaden nicht mit Geld zu bezahlen ist“, schlägt die Groß Lukowerin vor.
Während von Seiten der Behörden nur Feststellungen gekommen seien, hätten die freiwilligen Helfer wenigstens etwas Aktives getan. „Dies sollte hoch bezahlten Angestellten vielleicht mal zu denken geben. Der Bürger erwartet mehr als nur Reden, sondern aktives Handeln. Wir beschäftigen uns mit jahrhundertealten Spurensuchen, nur Spuren in der Gegenwart sind nicht zu finden“, schreibt sie der Kreisbehörde ins Stammbuch.
Kontakt zur Autorin
p.konermann@nordkurier.de

28.04.2017 
Quelle: Nordkurier 

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