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21.03.2013

Garten-Lust mit Kunst und Kugelstoßen

Der Garten von Marihn erwacht zu spät – „dank“ der Kapriolen der Natur. Highlights hätte das neue Gartenjahr dennoch etliche parat, und nicht nur zu „Marihn leuchtet“.
Von unserem Redaktionsmitglied
Silke Voß

Marihn. Ob Ostern Strom und Bäche vom Eise befreit sind wie Goethe in seinem Osterspaziergang prophezeit, steht wohl in den Sternen. Nur noch eine Woche, und von „altem, schwachem Winter“ kann keine Rede sein. Selbst wenn die Sonne den wadenhoch frisch gefallenen Neuschnee bis dahin getaut hat, würden Besucher des Gartens von Marihn nicht im Schnee, sondern im Tau-Matsch des vollgesogenen Bodens versinken. Also haben sich Chefgärtnerin Verena Hoppe und Parkbesitzer Horst Forytta schweren Herzens entschieden, sich den Launen der Natur zu beugen und den Osterspaziergang als Auftakt der Gartensaison abzusagen. Einen Spaziergang, wenngleich es wohl ein Winterspaziergang wird, können angemeldete Besucher dennoch „Hinter den Kulissen“ machen, bereits am Sonnabend.
Und obgleich ohne festlichen Oster-Auftakt: Ein Gartenjahr 2013 voller Highlights ist gewiss, und das nicht nur, wenn „Marihn leuchtet“ an zwei Spätsommernächten. Die optisch barocke Ostseequadrille beispielsweise konnte Marihn aufgrund großer Nachfrage wieder gewinnen. Pferdekunst zu Pfingsten, wenngleich auf Leinwand, zeigt auch Daniela Friederike Lüers unter dem Titel „Gartenlust und Tiere“. Seine meisterhafte Kunst, die Finger virtuos über die Gitarrensaiten galoppieren zu lassen, beweist Peter Finger zu „Guitars ‘n Roses“ im Juni, wenn er zwischen Konzerten in Asien und den USA in Marihn gastiert.
Die Hauptjahreszeit im Park (ohne Voranmeldungen) beginnt zur Sommersonnenwende – mit der Gartenmesse, wenn übrigens auch Gärtner aus der Region Raritäten ausstellen können. Was man in einem Garten noch alles machen kann, nämlich Kugelstoßen, zeigt Marihn inspiriert durch den Aufruf des Deutschen Gartennetzes zu „Lust am Garten“. In einem Park kann man ja nicht nur flanieren, er eignet sich auch zum Sport treiben. Der amtierende Kugelstoß-Weltmeister und Silbermedaillengewinner von London, David Storl und Europameister 2006, Ralf Bartels, zeigen vor Ort, wie‘s geht. Dass ein Garten auch Speakers Corner sein kann, ist ab Mai im monatlichen Grünen Salon, angeregt durch die Heinrich-Böll-Stiftung, zu erleben. Aktuelle grüne Themen sind fruchtbarer Nährstoff für Diskussionen, zu denen Horst Forytta auch Bundespolitiker laden will. Denn „ein Garten ist nicht nur Lust, auch Ernst.“ Zur Sprache kommen können drängende Fragen wie Massentierhaltung,die Monopolisierung des Saatgutsoder auch Windkraft nahe des Nationalparks - um die Menschen als Verbraucher zu sensibilisieren.
Die offene Gartenzeit ist bereits im September zu Ende, buchbare Aktionen wie der Schlösserherbst oder die herbstlichen Gutsküchenwochen finden bis Ende Oktober statt, wenn das Marihner Gartenjahr dann abgeschlossen ist. Sich noch intensiver auf Gäste vorzubereiten und ausschließlich auf sie konzentrieren sei der Grund, die offene Saison zu verkürzen und darüber hinaus um Anmeldungen zu bitten, erklärt Verena Hoppe. Schließlich möchte sich der Garten Marihn den hohen Erwartungen seiner auch internationalen Besucher – etwa durch die Nominierung zum Europäischen Gartenpreis oder als Träger der Green Flag – stellen.

Kontakt zur Autorin
s.voss@nordkurier.de
21.03.2013 
Quelle: Nordkurier 

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