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18.05.2016

Gegen das Uralt-Pflaster hilft nur Vollsperrung

Schon 1998 war die Sanierung der Bahnhofstraße in Penzlin im Gespräch. Kein Interesse hieß es damals bei den Anliegern. Die Situation hat sich inzwischen geändert. Ende Mai rollen die Bagger an. Das heißt aber auch, mächtige Behinderungen für ein halbes Jahr.

Penzlin. „Ich habe von 1963 bis 1967 in der Penzliner Bahnhofstraße gewohnt und muss feststellen, dass sich hier seitdem nicht viel geändert hat“, sagte Ulrich Meier vom gleichnamigen Warener Planungsbüro während der Anliegerversammlung in der Stadtverwaltung. Hier müsse endlich was getan werden. Denn das Pflaster sei total verschlissen.
Gemeinsam mit Hartmut Minke erläuterte er den Penzlinern, wie der Straßenausbau ab Ende Mai von statten gehen wird. Zuvor hatte bereits Gerhard Kresin, der als Bauingenieur die Verlegung der neuen Versorgungsleitungen mit beaufsichtigt, einen Überblick über die Arbeiten gegeben. So seien drei Lose vorgesehen. Dabei fungiere die Stadt als Bauherr beim Straßenausbau und beim Installieren der modernen Beleuchtung. Der Müritz-Wasser-/Abwasserzweckverband legt eine neue Trinkwasserleitung und übernimmt die Reparatur von Schmutz- und Regenwasseranschlüssen. Die Bauzeit wird vom 30. Mai bis Ende Oktober dieses Jahres geplant.
„Während der gesamten Bauphase ist die Vollsperrung der Straße für den öffentlichen und privaten Fahrzeugverkehr notwendig. Das heißt, die Anlieger müssen ihre Autos außerhalb, beispielsweise in der Mühlenstraße oder auf dem Festplatz, abstellen“, erläuterte der Penzliner Baufachmann.
Die alte Trinkwasserleitung stamme übrigens noch aus den 1930er Jahren. Mit der Kanalkamera wurden undichte Stellen bei den Schmutzwasseranschlüssen sowie Fehlanschlüsse gefunden. Eingerichtet wird eine Baustraße, Rohrgrabenbrücken ermöglichen Fußgängern, von Haus zu Haus zu kommen. Die Bauleute kümmern sich um den Transport von Mülltonnen und Gelben Säcken zu einem zentralen Abholplatz.
Während Wolfgang Jenewsky die Vollsperrung der Straße für ein halbes Jahr als unzumutbar erklärte, machte sich Blumenhändlerin Bianka Schwandt Gedanken, wie die Leute dann zu ihr ins Geschäft kommen sollen. „Die Ware kann ich mir mit der Schubkarre von der Warener Straße heranfahren. Aber hoffentlich bleiben mir zumindest die Stammkunden treu“, sagte sie. Sie freue sich trotzdem schon sehr auf die neue Straße.
Diese wird auf einer Breite von 5,50 Meter in Asphalt ausgebaut, flankiert von soliden Gehwegen. Mit den LED-Anlagen verschwindet die alte Beleuchtung, die noch aus der DDR-Zeit stammt. Dass von den einst 30 Parkplätzen nur 20 übrig bleiben, gaben einige Anlieger zu bedenken. Grundlage dafür bilden aber planerische und sicherheitstechnische Fragen, so die Verantwortlichen. Für Straßenbau und Beleuchtung plant die Stadt Gesamtkosten von 208 000 Euro ein. Das Straßenbauamt Neustrelitz steuert Fördermittel bei, in die auch Anliegerbeiträge eingehen. Über die Höhe informiere die Kämmerei bei Bedarf schon jetzt, so das Angebot von Amtsleiter Matthias Mahnke an die Grundstücksbesitzer. Die Reparaturkosten der Schmutzwasser- und Regenanschlüsse übernimmt der Zweckverband, so Holger Graubmann von den Warener Stadtwerken.
Bürgermeister Sven Flechner hofft auf einen zügigen Bauablauf und ist sich sicher, dass nach der Fertigstellung der Straße nicht nur die Anlieger glücklich sein werden über die längst fällige Neugestaltung. Vorschusslorbeeren gab es für die Friedländer Baufirma, die bereits in der Speckstraße von Penzlin gute Arbeit geleistet hatte.
„Die Bürger können sich an den wöchentlichen Bauberatungen beteiligen. Ein Ansprechpartner wird für sie immer auf der Baustelle zu finden sein. Dazu zählt vor allem auch Gerhard Kresin, der sein Büro in der Bahnhofstraße hat“, fügte Ulrich Meier hinzu, dem die Einigkeit auf der Baustelle ganz wichtig ist. Streit könne er hier nicht gebrauchen, so der Bauingenieur.
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m.jacobs@nordkurier.de

18.05.2016 
Quelle: Nordkurier 

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