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25.03.2017

Geldregen für Schliemann: Aber wohin reitet das Museum?

Der interne Richtungsstreit um den künftigen Kurs des Schliemann-Museums ist noch lange nicht abgeebbt, da gibt es zwischendurch gute Nachrichten aus Berlin.

Ankershagen. Das Heinrich-Schliemann-Museum in Ankershagen kann sich über eine kräftige Förderung durch den Bund freuen. Wie der CDU-Bundestagsabgeordnete Eckhardt Rehberg mitteilte, erhält das Museum für die Erneuerung der Dauerausstellung in diesem Jahr 95 000 Euro. 2018 stünden weitere 111 000 Euro zur Verfügung. Die Gelder stammten aus dem Bundesprogramm „Investitionen für nationale Kultureinrichtungen in Ostdeutschland“. Aus dem gleichen Topf kommen fast 31 000 Euro für die Ernst-Barlach-Stiftung in Güstrow, die für die Sanierung und die museale Erstausstattung des sogenannten „Rundzimmers“ gedacht sind. „Es ist richtig und gut, museale und kulturelle Einrichtungen finanziell zu unterstützen“, sagte Rehberg.
In den vergangenen Wochen hatte es um die künftige Ausrichtung des Schliemann-Museums Streit zwischen der kreiseigenen Wirtschaftsförderungsgesellschaft und der Schliemann-Gesellschaft gegeben. Vertreter der Schliemann-Gesellschaft hatten die Berufung der Diplom-Museologin Undine Haase zum 1. August als Nachfolgerin des langjährigen Museumsleiters Reinhard Witte sowie eine geplante Neuausrichtung des Museums kritisiert. Die Heinrich-Schliemann-Gesellschaft (HGS) mit Vorstand Rainer Hilse machte deutlich, was sie von der neuen Museumsleiterin erwartet: „Forschen, sammeln, bewahren und ausstellen.“ Die Gesellschaft, deren Mitglieder das Museum ehrenamtlich unterstützen, hatte sich im Vorfeld der Neubesetzung der Leiterstelle für eine öffentliche und bundesweite Ausschreibung stark gemacht. „Um aus dem Bewerberkreis die Persönlichkeit mit der bestmöglichen Eignung mit der Leitung des Heinrich-Schliemann-Museums zu beauftragen“, erklärte Hilse.
Doch der Seenplatten-Kreistag lehnte eine Ausschreibung der Stelle ab. Und auch ein Schreiben von Museumsleiter Reinhard Witte an die Kreistagsfraktionen von SPD und CDU, ihre Entscheidung nochmals zu überdenken, hatte keinen Erfolg. Die Folge: Der Aufsichtsrat der Wirtschaftsförderung Mecklenburgische Seenplatte sowie die Gesellschafterversammlung hatten darüber entschieden, wer nun die Witte-Nachfolge antritt.
Hilse: „Wir sind weiterhin der Ansicht, dass eine Zusammenarbeit eines wissenschaftlichen Leiters und einer gut ausgebildeten Museologin die bessere Option gewesen wäre, das Museum weiterhin zukunftsfähig zu machen. Nun ist es eine rein ökonomische Entscheidung.“
Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft unter der Leitung von Sabine Lauffer ist dagegen überzeugt, dass Undine Haase die Richtige ist, das Museum auf dem gleichen hohen Niveau zu halten.
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a.becker@nordkurier.de

25.03.2017 
Quelle: Nordkurier 

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