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12.10.2016

Geldregen spült alte Schwarten raus

Hält sich Penzlin an die Regeln, kann sich die Stadtbibliothek für fünf Jahre über Landeszuschüsse freuen. Das schaffen längst nicht alle Büchereien im Kreis.

Penzlin. „Das Geld ist schon auf dem Konto“, frohlockt Susan Lambrecht und weiß genau, wofür sie es anlegen wird. „Bei den Vorschulkindern sind die Tiptoi-Bücher total angesagt. Mit Hilfe eines digitalen Stiftes können sie dabei die Welt spielerisch entdecken. Tippen sie mit diesem Teil auf ein Bild, erklingen passende Geräusche, Sprache oder Musik“, kommt die Bibliothekarin auf neue Medien in der Penzliner Einrichtung zu sprechen. Aber auch Hörbücher, Romane, Krimis und Sachbücher stehen auf der Wunschliste.
Dass sie mit ihrem Bestand jetzt immer topaktuell sein kann, hat die Stadt Penzlin einer Landesförderung zu verdanken. Voraussetzung dafür sind vorgegebene Qualitätskriterien, die 2016 erstmals erfüllt werden können. Durch eine Einmalförderung von 10 000 Euro im Vorjahr konnte die Bibliothek in der Großen Straße 4 moderne Software anschaffen. Susan Lambrecht erarbeitete einen Onlinekatalog und achtet darauf, dass jährlich sieben Prozent des Medienbestandes erneuert werden. „Dabei ist mir wichtig, auch einen Grundbestand an klassischer Literatur stehen zu haben. Das reicht von Goethe über Schiller bis hin zu Tolstoi und Dostojewski“, sagt die Fachfrau, die mit ihrer beruflichen Ausbildung übrigens auch zur Einhaltung der Landeskriterien beiträgt.
Aber auch rege Veranstaltungstätigkeit, Fortbildung und mindestens drei Öffnungstage in der Woche zählen dazu. „Mit diesen Vorgaben sollen die Kommunen in die Pflicht genommen werden, ihre Bibliotheken auf angemessenem fachlichen Niveau zu halten. Veraltete und zu große Bestände sowie mangelnde Bereitschaft zur Innovation stehen dem entgegen“, listet Susan Lambrecht einige Förderbedingungen auf.
Neben Penzlin kommen auch die Einrichtungen in Röbel und Malchow in den Genuss der finanziellen Unterstützung. Von den 14 öffentlichen Bibliotheken im Landkreis erfüllen derzeit nur die Hälfte die Qualitätskriterien. Auch für 2017 hat Susan Lambrecht bereits die krumme Fördersumme von 1763 Euro beantragt. Medienbestand und Einwohnerzahl gehen dabei in die Berechnung mit ein.
Mit dem geplanten Umzug der Bibliothek 2017 in das Voß-Haus am Markt wird das Lesen in Penzlin noch attraktiver. Susann Lambrecht freut sich schon jetzt auf die neuen Räume, Bücherregale und Leseecken.

12.10.2016 
Quelle: Nordkurier 

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