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27.02.2016

Glockenteam ist noch nicht komplett

Vier Glocken tönen im Turm der St. Marienkirche. Doch das ist den Penzlinern nicht genug. Eine kleine, sehr wertvolle Variante soll nach Reparatur wieder in luftiger Höhe eingebaut werden. Die drei alten sollen dagegen am Boden für Staunen sorgen.

Penzlin. Seit Oktober 2014 machen sich die drei bronzenen Glocken im Kirchturm von St. Marien regelmäßig mit einem warmen, nachhaltigen Klang bemerkbar. Sachverständige und die Kirchengemeinde sind zufrieden mit den neuen Klangkörpern, die mit der vierten Glocke aus dem Jahre 1737 absolut harmonieren.
Dennoch kann das Penzliner Glockenprojekt noch nicht ad acta gelegt werden. „Jetzt geht es darum, die kleine Glocke aus dem Türmchen wieder aufzuhängen. Sie wurde im Vorjahr repariert. Wir warten darauf, dass die Witterung für diese Arbeiten besser wird“, sagt Pastor Hartmuth Reincke.
Während des Einbaus der neuen Glocken wurde die Kleine aus dem Turm geholt. Sie stammt aus dem 14. Jahrhundert und wies inzwischen einige Risse auf. Bohrlöcher, die für die bisherige Aufhängung dienten, mussten abgedichtet werden. Ein neuer Klöppel war nötig. Auch das Joch muss angepasst werden. Den Einbau dieser Glocke, die von der Marktseite zu sehen sein wird, will eine Penzliner Dachdeckerfirma übernehmen.
„Nach Diskussion im Kirchgemeinderat wurde beschlossen, diese historische Glocke künftig per Hand zu läuten. Und das zu ganz besonderen Anlässen“, sagt der Seelsorger der Kirchengemeinde Penzlin-Groß Lukow. Auf den Weg gebracht werden kann zudem das Vorhaben, die alten ausgedienten Stahlglocken aus den 60er Jahren als Ausstellungsstücke auf dem Kirchplatz aufzustellen. Sie sind derzeit sicher und trocken eingelagert. Wie Hartmuth Reincke erwähnt, habe die Kirchengemeinde die Planungen zum Voß-Haus abgewartet.
Denn wäre das Denkmal des Heimatdichters vom Kirchenhof auf den Vorplatz des Rektorhauses umgezogen, hätte sich ein neuer Standort für die Glocken ergeben. Aber nach jetzigen Planungen der Stadt bleibt die Voß-Büste an der Kirche. So könne der Granitsockel für die alten Glocken am bisher favorisierten Standort an der Marktplatzseite in Auftrag gegeben werden. Vielleicht bekommen Touristen mit den stählernen Gesellen zur Sommerzeit eine neue Attraktion im Umfeld von St. Marien zu sehen.
„Ein größeres Projekt für die Kirchengemeinde ist die Sanierung unserer Jaiser-Orgel, die vor ungefähr 100 Jahren in Stralsund gefertigt wurden“, kommt der Pastor auf eine weitere Herausforderung zu sprechen. Während der Reparaturarbeiten in den 60er Jahren wurden einige Teile ausgebaut. Damit habe das Instrument nicht mehr die volle Klangfülle. Schwellenwerk und Spieltisch der Orgel müssten überarbeitet werden. Dafür sind ungefähr 50 000 Euro notwendig. Ein Drittel davon muss Penzlin aus Eigenmitteln übernehmen. Finanzielle Unterstützung sichern Landeskirche und Denkmalschutz zu, so dass sich die Situation ganz optimistisch zeige.
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m.jacobs@nordkurier.de

27.02.2016 
Quelle: Nordkurier 

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