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09.01.2018

Graue Maus wird zur Perle

Penzlins Altstadt ist um das Schmuckstück Ziegelkamp 1 reicher. Manfred Aug wurde dafür geehrt.

Penzlin. Eigentlich wollte Manfred Aug das Haus am Ziegelkamp 1 gar nicht haben. Doch seiner Tochter gefiel das Backsteinhaus das hinter seiner Werkstatt liegt so gut, dass er das Grundstück schließlich 2004 erwarb. Und damit auch das Gebäude darauf.
„Die Immobilie wurde von Manfred Aug mit viel Fingerspitzengefühl in Eigenleistung zu einer wahren Perle modernisiert“, sagte Michael Baaß, Präsident der Stadtvertretung, in seiner Rede beim Neujahrsempfang. Die hielt er, weil Manfred Aug der Annerkennungspreis der Stadt Penzlin für die Modernisierung und Neugestaltung des Wohnhauses am Ziegelkamp 1 verliehen wurde.
Das Gebäude stammt ursprünglich aus der Zeit um 1915. Laut Manfred Aug haben darin sogar schon Verwandte von Joachim Gauck, dem einstigen Bundespräsidenten, gelebt. Das wisse er aus einem Zeitungsartikel. Getroffen habe er vor etwa vier Jahren dessen Nichte, Maria Gauck. Die kam aus Rostock. Sie sei die Erbin des zuvor verkauften Haus-Grundstückes und hätte noch Anspruch auf das Gartengrundstück, so Aug. Das habe sie sich dann mit drei weiteren Frauen angeschaut. Ein tiefergehendes Gespräch habe es allerdings nicht gegeben.
„An der grauen Fassade war schon lange vor der Wende nichts mehr passiert“, erzählte Manfred Aug, lange als Kfz-Meister in Penzlin tätig. Auch das Dach war kaputt und musste repariert werden. Dafür habe er im vergangenen Jahr 32 000 Euro in die Hand genommen, so Aug. Im Inneren war ebenfalls vieles baufällig. So mussten die Fenster und die Elektrik erneuert sowie eine neue Heizung eingebaut werden. Auch die Bäder habe er auf Vordermann gebracht. „Die waren einfach in einem primitiven Zustand.“ Also habe er die WC‘s neu gefliest und eine Fußbodenheizung eingebaut. Nach und nach habe er das in den vergangenen acht Jahren zum größten Teil selbst gemacht.
Dass er viele Arbeiten alleine erledige, störe ihn nicht. Im Gegenteil. „Das macht mir Spaß und ich leiste einen Beitrag für die städtebauliche Entwicklung in der Stadt Penzlin und ihrem Erscheinungsbild“, sagte Aug. Nur Aufgaben, die er selbst nicht erledigen kann, wie den Einbau von Heizung und Dach, übergebe er anderen Firmen.
Für Michael Baaß trage das sanierte Haus nicht nur zu einem positiven und wertvollen Stadtbild bei. „Gleichzeitig wird damit in Verlängerung zur historischen Altstadt ein städtebaulicher Lückenschluss geschaffen“, sagte er.
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n.schuldt@nordkurier.de

09.01.2018 
Quelle: Nordkurier 

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