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04.09.2017

Großer Tag für kleine Abc-Schützen

Kindergarten war gestern: Am Sonnabend haben zahlreiche Erstklässler in der Müritzregion die Einschulung gemeistert und zum ersten Mal ihre Klassenzimmer inspiziert. Aufgeregt waren aber nicht nur sie.

Penzlin/Groß Gievitz. Die Krawatte sitzt. Hemd, Seitenscheitel, Tornister auch. Für die erste Reihe ist Tim bestens gerüstet. Doch auch seine neuen Mitschüler haben sich mächtig in Schale geworfen. Für ihren großen Tag. Den Einschulungstag. Und fürs erste Gruppenfoto im grünen Klassenzimmer. Das mit dem Stillstehen und Auf-Kommando-in-die-Kamera-Lächeln klappt reibungslos. Für einen Augenblick zumindest ist der Zeitungsmann interessanter als die Kaninchen im Stall nebenan. Und dann ist da ja auch noch die Vorfreude auf die Schultüten-Bescherung.
Bis Tim, Leon und die insgesamt 29 Abc-Schützen der Grundschule „Johann Heinrich Voß“ in Penzlin, für die am Sonnabend der Ernst des Schullebens begonnen hat, ihre Tüten in den Händen halten dürfen, ist aber noch etwas Geduld gefragt. Beim „Grundschul-Boogie“ und von „Fräulein Federmappe“ in der Aula erfahren die Neulinge und ihre Familien, was sie in den nächsten Monaten und Jahren alles erwarten wird.
„Im Kindergarten ward ihr die Größten, nun seit ihr die Kleinsten“, erklärt der Mann am Rednerpult, der sich als Direktor Bernd Neuendorf vorgestellt hat. Und der Schulleiter schiebt gleich eine (wohl nicht ganz ernst gemeinte) Bitte hinterher: „Die Geschenke, die ihr nicht wollt, könnt ihr alle in meinem Büro abgeben. Ich spiele dann vormittags damit.“
Den beiden Lehrerinnen Katrin Fabé und Carolin Scholz indes sind ihre neuen Schützlinge sehr willkommen – Aufregung inklusive. Von Routine keine Spurt. „Für mich ist es die erste erste Klasse. Also etwas ganz Besonderes. Darauf arbeitet man hin“, sagt Carolin Scholz, zukünftig für drei Jungs und zehn Mädels in der 1b verantwortlich. Ihre Kollegin hat bereits Erfahrung mit Schulanfängern – was aber nicht vor dem einen oder anderen Hindernis schützt. Katrin Fabé: „An die Namen muss man sich erst gewöhnen – und lernen, wie man die überhaupt alle ausspricht.“
Dass in ihrer 1a die Jungen mit vier zu zwölf ebenfalls in der Minderheit sind, sei eher Zufall und nicht die Regel. „Da müssen wir sie wohl besonders beschützen“, scherzt die Pädagogin. Für alle geht es übrigens nicht, wie man vermuten könnte, mit dem Buchstaben A los. Das M steht zunächst im Mittelpunkt – und nicht (nur), weil damit das Wort Mama anfängt, sondern auch die Fibel-Wesen Mimi und Mo. Beide Katzen begleiten die Anfänger durchs Schuljahr, helfen beim Lesen und Schreiben.
Schuldirektor Bernd Neuendorf ist da schon einige Schritte weiter. Doch auch für ihn ist der Tag der Einschulung in Penzlin alles andere als eine lästige Pflicht. „Ich erinnere mich an das Jahr 2015. Da wurde ein Kind am selben Tag eingeschult wie vorher die Mutter. Und ich vor 50 Jahren ebenfalls an diesem Tag.“
Zurück in die Gegenwart: Dort haben die neuen Erstklässler in Groß Gievitz den selben Jahrgang wie ihre Peeneschule: 2011. „Bei der Gründung hatten wir eine Klasse mit fünf Schülern“, erinnert sich Lehrerin Hanka Cabrera an die Anfänge zurück. Im neuen Schuljahr stehen unter ihrer Obhut und der von Lernbegleiterin Diana Schicker 18 Jungen und Mädchen. Die kommen nicht nur aus dem Ort, sondern zum Teil sogar aus Waren. 100 Schüler von der ersten bis zur sechsten Klasse gehen mittlerweile in die Peeneschule.
Für die Neulinge, die nach der Lernen-durch-Schreiben-Methode unterrichtet werden, steht zunächst eine Projektwoche zum Thema Tiere an. Schließlich, so Lernbegleiterin Diana Schicker, sei das Ziel, dass alle möglichst lange gern zur Schule gehen.

04.09.2017 
Quelle: Nordkurier 

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