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30.09.2015

Gut Holz! Doch das Minus bleibt

So richtig aufatmen kann die Stadt Penzlin nicht. Sie verzeichnet zwar schon jetzt, mitten im laufenden Haushaltsjahr, enorme Mehreinnahmen. Aber eine schwarze Null steht auch im neuen Nachtragshaushalt nicht.

Penzlin. Das ist ärgerlich. Da arbeitet die städtische Verwaltung von Penzlin schon günstig und muss dann noch Geld zurück zahlen. Und dann auch noch in Größenordnungen. „Es müssen 104 000 Euro an das Amt Penzliner Land zurück überwiesen werden“, sagt Matthias Mahnke, Sachgebietsleiter Finanzen im Amt Penzliner Land. Allerdings gebe es auch einen positiven Nebeneffekt: Die Amtsumlage werde künftig sinken.
Doch bei diesen Ausgaben bleibt es nicht. Penzlin muss auch für andere Maßnahmen tiefer ins Stadtsäckel greifen. „Die Kosten für den Abriss der Wohnblöcke in Marihn und Groß Lukow liegen etwa bei 40 000 Euro“, nennt Bürgermeister Sven Flechner einen Punkt. Auch für die Bewirtschaftung von städtischen Grundstücken wie Schulen und Turnhallen muss Geld locker gemacht werden.
Allerdings hat das Stadtoberhaupt nicht nur ein Auge auf die Ausgaben, sondern auch auf die Einnahmen. „Nicht viele, aber einige Planzahlen haben sich verändert“, sagt Flechner. So konnte die Stadt einen enormen Anstieg der Gewerbesteuereinnahmen verzeichnen – von 408 000 Euro auf 740 000 Euro. Und das sind nicht die einzigen Erlöse, die dieses Jahr etwas lauter in Penzlins Stadtkasse klingeln.
Auch der Verkauf von Rohholz lässt die Einnahmen in die Höhe schnellen. Und zwar um mehr als das Doppelte. Wie Flechner mitteilt, hätte die Stadt ursprünglich eine Summe von 35 000 Euro eingeplant, doch schon jetzt einen Betrag von rund 85 000 Euro erzielt. Damit liegt der Erlös Ende September schon auf dem Niveau des Vorjahres. „Wir hatten 2015 mehrere Ereignisse, bei denen auch sogenanntes Schadholz angefallen ist“, erklärt Flechner, etwa durch die beiden Stürme „Felix“ und „Niklas“. All die beschädigten Bäume wurden nun aufgearbeitet, gerückt und auch schon verkauft.
Doch die gestiegenen Einnahmen helfen der Stadt nur bedingt weiter. „Unterm Strich bleiben Mehr-Einnahmen von 250 000 Euro übrig. Doch die reichen nicht aus, um den Haushalt auszugleichen“, fasst Matthias Mahnke zusammen. Weil sich aber die aktuellen Zahlen gegenüber den geplanten stark verändert haben, wurde nun ein Nachtragshaushalt aufgelegt. Diesen haben die Stadtvertreter auf ihrer Sitzung einstimmig beschlossen.
Darin sind die veränderten Einnahmen und Ausgaben aufgeführt, ebenso das veränderte Ergebnis. Belief sich das Defizit zu Beginn des Jahres auf rund 800 000 Euro, liegt es nun noch bei 550 000 Euro. Geld, das hauptsächlich für die Tilgung von städtischen Krediten gebraucht wird und mit neuen Krediten abgedeckt werden muss. „Die laufenden Geschäfte können aber bedient werden“, hält Sven Flechner fest.

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n.schuldt@nordkurier.de

30.09.2015 
Quelle: Nordkurier 

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