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21.12.2017

Haushalt lässt nur kleine Wünsche zu

Älteren Einwohnern in Ankershagen einmal betreutes und barrierefreies Wohnen zu ermöglichen, das ist noch Zukunftsmusik für die Kommune. Soll aber planerisch schon mal angedacht werden. Die knappe Haushaltskasse reicht auch 2018 nur für kleine Vorhaben.

Ankershagen. Als erste Gemeinde im Penzliner Land hat Ankershagen noch vor dem Jahreswechsel den Haushalt 2018 beschlossen. „Freudenstimmung kommt aber nicht gerade auf. Wir können uns abermals nichts leisten, müssen weiter sparen”, ist von Bürgermeister Thomas Will zu erfahren. Wegen des nicht ausgeglichenen Etats müsse das Finanzsicherungskonzept weiter gefahren werden.
Dennoch gibt es Wünsche, die Schritt für Schritt angegangen werden sollen. So hofft der Bürgermeister, den Bürgerbus doch noch durchs Dorf rollen zu lassen. Bereits in diesem Jahr waren für die Anschaffung des Fahrzeuges 52 000 Euro im Haushalt geparkt worden. Doch für das notwendige Wirtschaftskonzept war zunächst die Bildung eines Vereins notwendig. Zudem mussten ehrenamtliche Fahrer gefunden werden, um gerade für die älteren Einwohner die Mobilität zu verbessern.
„Wir haben erneut einen Förderantrag bei der regionalen Leader-Gruppe gestellt. Unterstützung gibt es auch von der Jost-Reinhold-Stiftung. Außerdem wurden drei Ehrenamtliche gefunden, die den Bus mit den Leuten chauffieren wollen”, kommt Thomas Will auf erste Erfolge zu sprechen. Auf der Basis eines Rufsystem könnte der Bürgerbus eventuell an zwei Tagen in der Woche eingesetzt werden, um die älteren Einwohner zum Arzt und zum Einkauf in die Stadt zu fahren. Ursprünglich war geplant, eine Kleinbuslinie Ankershagen-Kratzeburg ins Leben zu rufen, die die Gemeinde auch touristisch weiter nach vorn bringen könnte. Doch dieses Projekt müsse wohl noch weiter reifen.
Vier bis fünf Jahre brauche es nach Meinung des Bürgermeisters wohl auch, um das einstige Gerätehaus der Feuerwehr in Friedrichsfelde einer neuen Nutzung zuzuführen. „Nach Bezug des neu gebauten Feuerwehrhauses steht das Gebäude leer. Es könnte zusammen mit den dahinter liegenden Räumlichkeiten zu einem Mehrfunktionenhaus umgebaut werden. Sogar betreutes Wohnen wäre dort möglich, der Bedarf ist auf jeden Fall vorhanden”, hat Thomas Will erfahren. Darum will die Gemeinde Geld in die Hand nehmen, um erste Planungen auf den Weg zu bringen. Nach Schätzungen von Fachleuten könnte der Umbau dieses Gemäuers eine halbe Million Euro kosten.
Sturmschäden müssen noch 2018 behoben werden
Aber es gebe auch Dinge, die weniger kostspielig sind. So wäre denkbar, zusammen mit dem Schliemann-Museum das Landkino aufleben zu lassen. Der Vortragsraum würde sich gut dafür eignen. „Wiederbelebt werden soll der Sportplatz in Friedrichsfelde, der sich momentan mehr als Müllkippe zeigt. Die Fußballtore haben wir bereits angeschafft”, nennt der Bürgermeister weitere Vorhaben für 2018. Eine farbliche Auffrischung sollen die Buswartehäuschen in Bocksee und Friedrichsfelde erfahren sowie die Trauerhalle in Rumpshagen.
Ob die im Haushalt 2018 eingestellten 5000 Euro für das Wechseln der Fenster im Feuerwehrgerätehaus Bocksee reichen, das scheine jetzt schon fraglich zu sein. Das Aufarbeiten der Sturmschäden beispielsweise im Gutspark von Friedrichsfelde begleitet die Gemeinde ins Jahr 2018 hinein. Hier hatten die heftigen Böen sogar einen 200 Jahre alten Baum wie einen Streichholz geknickt. Bewilligt sind die Fördermittel für den Abriss des Wohnblocks in der MTS-Siedlung 24 in Friedrichsfelde, der bereits leer gezogen ist.
„Den Zusammenhalt der Bürger über die Ortsteile hinaus zu stärken, ist eine wichtige Sache für die Kommune. Mit dem ersten Adventsfeuer in diesem Jahr in Friedrichsfelde gab es dafür einen vielversprechenden Anfang. Andere Aktionen sollen folgen”, gibt Thomas Will einen Vorausblick. Übrigens steht 2018 ein Jubiläum ins Haus: Die Freiwillige Feuerwehr Ankershagen feiert ihr 80-jähriges Bestehen.
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m.jacobs@nordkurier.de

21.12.2017 
Quelle: Nordkurier 

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