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12.02.2016

Haushalt steht: Jetzt werden Strippen gezogen

Mit bestätigtem Haushalt in der Tasche hat Kuckssee im Penzliner Land die Nase vorn. Geplante Vorhaben können zielstrebig umgesetzt werden. Im Gutshaus Lapitz sind neue Elektrokabel zu ziehen. Und Puchow plant für einen Gemeinderaum.

Kuckssee. Man könnte meinen, dass Kuckssee eine reiche Gemeinde ist. Denn schließlich gehören zwei Gutshäuser zu ihrem Eigentum. Sowohl in Krukow als auch in Lapitz bilden diese historischen Häuser einen zentralen Anlaufpunkt, in dem nicht nur die Kultur groß geschrieben wird. „Durch die Kombination von öffentlichem Bereich und Wohnungsvermietung haben wir eine Grundlage dafür geschaffen, diese herrschaftlichen Häuser zu erhalten. Sonst wäre das nicht möglich“, sagt Bürgermeister Norbert Böttcher. Über Jahre wurden immer Mittel eingeplant, um notwendige Instandhaltungen an den einstigen Herrenhäusern zu bewerkstelligen.
In diesem Jahr bildet das Gutshaus in Lapitz einen Schwerpunkt im Investitionsplan der Gemeinde. Wurden bereits Fassade, Fenster und Kulturräume auf Vordermann gebracht, sollen jetzt die sechs Wohnungen im Gutshaus modernisiert werden. Dazu gehören neue Elektroleitungen, Heizung und Sanitärbereich. Zudem werden die Grundrisse der Wohnungen im Mieterinteresse verändert. „Das kostet uns 200 000 Euro. Der Landkreis unterstützt mit 50 000 Euro“, kommt der Bürgermeister auf finanzielle Fragen zu sprechen.
Um das Vorhaben schultern zu können, werde Kuckssee einen Kredit aufnehmen müssen. Die Refinanzierung erfolgt auch über die Mieteinnahmen. Denn der Besitzer zweier Schlösser schwimmt nicht gerade im Geld. Im Gegenteil. Auch Kuckssee kann seit Jahren den Haushalt nicht mehr ausgleichen, beklagt gegenwärtig ein Defizit von 196 000 Euro. Auf die 500 Einwohner kommt damit eine Pro-Kopf-Verschuldung von 86 Euro zu. „Wir haben den Haushalt schon im Dezember 2015 beschlossen, inzwischen ist er vom Kreis bestätigt. Dadurch sind wir handlungsfähig und können bereits jetzt Ausschreibungen für die Baumaßnahmen in Auftrag geben“, sagt Norbert Böttcher.
In Krukow steht Ende April ein besonderer Termin ins Haus – mit der Übergabe eines neuen Tanklöschfahrzeuges an die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr. Innenminister Lorenz Caffier überbrachte bereits im Vorjahr den Förderbescheid in Höhe von 34 000 Euro, der Kreis steuert 57 000 Euro bei. Für die Gemeinde bleibt ein Eigenanteil von 18 000 Euro.
Vorbereitet wird in diesem Jahr auch die Erweiterung des Gerätehauses in Puchow. Hier soll Platz für einen Gemeinderaum geschaffen werden, der sich noch in einem anderen Gebäude im Dorf befindet. So können auf Dauer Kosten gespart werden, wie den Puchowern in einer Einwohnerversammlung erläutert wurde. Hinter dem Gerätehaus der Wehr erstreckt sich zudem die Festwiese, die für öffentliche Veranstaltungen bestens geeignet ist.
Nach der Fusion bildete sich die Gemeinde Kuckssee im Amt Penzliner Land 2012 aus den Ortsteilen Krukow, Lapitz, Puchow und Rahnenfelde. Gemeindenachmittage tragen dazu bei, dass die Orte mehr zusammenwachsen. So gibt es seit November vergangenen Jahres monatliche Treffen, die von den Kulturvereinen organisiert werden. Der Bürgermeister hat dafür einen Fahrdienst geordert, der gut angenommen werde.
Und noch etwas freut ihn: „So allmählich werden bei uns die Bauplätze knapp. In Krukow sind beispielsweise noch sechs Lückenbebauungen möglich. In Lapitz wird an zwei Häusern gebaut.“ Von Landflucht kann in Kuckssee keine Rede sein.
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m.jacobs@nordkurier.de

12.02.2016 
Quelle: Nordkurier 

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