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11.02.2016

Heute ist der Feiertag für die schnelle Nummer

Ein rascher Blick auf den Kalender: Wir haben den 11.2., und diesen Tag hat die EU als Tag des Notrufs 112 festgelegt. Einige Fakten...

Marihn/Neubrandenburg. Zu übersehen ist die Nummer kaum. Groß und schwarz auf gelbem Grund steht sie auf dem Einsatzwagen der DRK-Rettungsstelle in Marihn: „112“. Heute hätten die Retter besonderen Grund, auf sie aufmerksam zu machen. Denn der 11.2. ist wegen seiner Ziffernfolge der „Europäische Tag des Notrufs 112“. Vor sieben Jahren hatten ihn die Europäische Union und die Europäische Kommission ausgerufen, um auf die Nummer aufmerksam zu machen. Die war damals noch nicht besonders bekannt, obwohl sie bereits vor 25 Jahren eingeführt wurde: als einheitliche Notrufnummer in der gesamten EU.
Mittlerweile hat sich der Bekanntheitsgrad verbessert. Das bemerken auch die 21 Disponenten in der Integrierten Rettungsleitstelle des Landkreises in Neubrandenburg. Einen von ihnen bekommt an die Strippe, wer in der Seenplatte die 112 wählt. Und das sind offensichtlich nicht gerade wenige. Zwar ist aus personellen Gründen gegenwärtig keine Zahl der Anrufe eines ganzen Jahres erhältlich, doch langweilig wird den Mitarbeitern der Leitstelle sicher nicht. Zwischen 200 und mehr als 600 Anrufe, hat eine frühere Zählung ergeben, können dort täglich eingehen – und müssen an die geeigneten Stellen weiter geleitet werden.
Notfälle, die gibt es offenbar genug im Kreis. Denn zur 112 kommt die nationale 110, wahrscheinlich bei vielen Menschen schon allein durch Fernsehserien wie „Polizeiruf 110“ besser bekannt. Wer sie zwischen Malchow und Penzlin, Waren und Rechlin wählt, landet bei der Leitstelle der Polizei in Neubrandenburg.
Nach Auskunft des dortigen Polizeipräsidiums war das im vergangenen Jahr rund 100 000 Mal der Fall. Im Vergleich dazu hält sich die Zahl des Missbrauchs in Grenzen. Insgesamt 124 Fälle von Notrufmissbrauch erfassten die Beamten 2014 in den drei Landkreisen Mecklenburgische Seenplatte, Vorpommern-Greifswald und Vorpommern-Rügen. 2015 seien die Zahlen leicht rückläufig, ließ das Präsidium auf Anfrage wissen.
Doch welche Nummer nun im Notfall wählen? Für den Betroffenen macht das wohl keinen großen Unterschied. In der Leitstelle werde auf jeden Fall Sorge dafür getragen, dass die wichtigen Informationen schnell und möglichst unverfälscht an die richtigen Stellen gelangen, versichert Nicole Buchfink von der Pressestelle des Präsidiums. Das am Tag des Notrufs zu testen, davon ist abzuraten. Denn auf den wissentlichen Missbrauch können hohe Strafen bis hin zu Freiheitsentzug und Kostenersatz stehen.
Erschrecken will die Polizei damit niemanden. „Kein Bürger sollte sich davor scheuen, die Polizei zu kontaktieren, wenn es darum geht, einen Hinweis auf eine Straftat oder eine Gefahrenlage zur geben“, so Nicole Buchfink. „In diesem Bereich ist die Polizei auf den Bürger als Partner in der Verbrechensbekämpfung und zur Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung angewiesen.“

11.02.2016 
Quelle: Nordkurier 

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