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02.05.2017

Hex, Hex – und alle sind da!

Wer als Hexe etwas auf sich hielt, der reiste zur Walpurgisnacht auf die Alte Burg nach Penzlin. Dort gab es jede Menge Spektakel und natürlich auch die Wahl zum Burghexlein.

Penzlin. Um die aus dem 13. Jahrhundert stammende Penzliner Burg gibt es viele Geschichten und etliche handeln von Hexen. Und so ist es nicht verwunderlich, dass die Walpurgisnacht zur festen Tradition in Penzlin gehört. Das Hexenfest wird seit vielen Jahren auch in Punschendörp zelebriert, um der heiligen Walburga die Ehre zu erweisen und um gleichzeitig zünftig in den Mai zu tanzen. Zum Tanz gehört natürlich jede Menge Musik – und die gab es reichlich.
Bereits am Nachmittag lockten die kleinen Hexen der Burg-Kita mit ihren Gesängen zahlreiche Menschen zur alten Burg. In schaurig-schönen Kostümen trällerten die lütten Hexlein ihre Lieder von der Bühne. Am Abend folgte ein weiterer Auftritt bei einem wichtigen Programmpunkt – die Wahl des Burghexleins. Doch auch in der Zwischenzeit bot Feier-Tagesordnung jede Menge Vielfalt. So ergriff Oberhexe Dagmar Kaselitz das Mikrofon und bereitete den Auftritt des Penzliner Frauenchors vor. Kurzzeitige Tonprobleme wurden nicht mit dem Zauberstab, sondern konventionell mit einem Soundstecker gelöst. Schließlich konnten die zauberhaften Damen ihre Lieder über den Burghof schmettern.
Unterdessen bereiteten sich schon die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Penzlin auf ihren Einsatz vor. Unter musikalischer Begleitung der Penzliner Blaskapelle richteten die Löschmänner den Maibaum, eine stattliche Birke, im Burggarten auf und begrüßten so den Wonnemonat. Ein tosender Applaus honorierte die Arbeit der Kameraden. Während Kinder sich Zauberstäbe bastelten und Bücher für Zaubersprüche kreierten, nutzten viele Erwachsene die Gelegenheit, um sich mit „Maiwasser“ die Kehle anzufeuchten.
Andere wiederum wurden von ihrem Nachwuchs konsequent in die Burg gezogen, denn dort gab es eine Zaubershow. Etliche Kinder wollten lieber die Hexenprüfung ablegen, zu der „Oberhexe“ Dagmar Kaselitz einlud: „Kommt her, das macht Spaß und es gibt auch eine Belohnung“, so die Hexe. Und tatsächlich, verschiedene Spiele sorgten für beste Unterhaltung und zauberhaften Naschkram gab es obendrauf. Zu diesem Zeitpunkt tummelten sich mehrere hundert Menschen, Penzliner und Gäste, im Bereich der Burg. Zwar in gekürzter Fassung, aber nicht minder schön, wurde das Musical „Hexen“ in Kooperation mit der Theater und Orchester GmbH Neubrandenburg/Neustrelitz präsentiert und so die Wahl des Burghexleins eingeläutet. Hier bezauberte die sechsjährige Lilli die Jury und sicherte sich den Sieg. Bei den erwachsenen Hexen ging es spannend zu: 14 Frauen stellten sich der Wahl zur Burghexe: „Trotti-Frotti“, eine 420 Jahre alte Hexe aus Grabenitz, konnte schließlich die Gunst der Wertungsrichter gewinnen.

02.05.2017 
Quelle: Nordkurier 

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