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02.01.2016

Hilfe für Flüchtlinge: Große Gesten in der Großen Straße

Die Penzliner können große Herausforderungen meistern. Das haben sie mit der beinahe beispiellosen Art bewiesen, wie in der Stadt Flüchtlinge aufgenommen und nicht allein gelassen wurden. Und der Wille zu Helfen ist nach wie vor ungebrochen.

Mittlerweile gehören die 16 Mauretaner, Senegaleser und Ghanaer nicht nur zum Stadtbild, sondern auch zum Alltag in Penzlin dazu. Sie leben seit Ende Mai in der Stadt, im November kamen auch 24 Syrer nach Penzlin.
Die Afrikaner wurden von Anfang an in Veranstaltungen wie das Burgfest einbezogen. Dort machten sie sogar beim „Spiel an der Rittertafel“ mit. Auch die Fußballer des Penzliner Sportvereins haben einige der Flüchtlinge in ihre Reihen aufgenommen. Im Sommer hat es sogar ein Spiel der Punschendörper Fußballer gegen die Afrikaner gegeben. Damit sie sich in der Stadt gut zurecht finden, wurden sie von Anfang an stark unterstützt. „Ich bin sehr froh darüber, dass sich die Penzliner sehr weltoffen gezeigt haben und Angebote gemacht haben“, resümiert Bürgermeister Sven Flechner. So bleibe weniger Platz für Gerüchte.
Wenn er auf diese große Herausforderung für Penzlin zurückblickt, denkt er auch an Dagmar Kaselitz. Die SPD-Landtagsabgeordnete hatte in ihrem Wahlkreisbüro eine Koordinierungsstelle eingerichtet, in der jeder Bürger die Flüchtlinge unterstützen konnte. Bei denen hieß sie daher nach kurzer Zeit nur noch „Mama Afrika“. Auch einen offenen Gesprächskreis hatte sie jeden Montagnachmittag angeboten. Dabei konnten sich Einheimische und Flüchtlinge besser kennenlernen. „Man muss die Bürger mitnehmen, aber man darf sie auch nicht überstrapazieren“, sagt Flechner. Mit den Afrikanern konnten sie wachsen, konnten Strukturen aufbauen, die ihnen auch bei weiteren, neuen Flüchtlingen helfen werden, fügt er hinzu. Die Spendenbereitschaft ist nach wie vor vorhanden. Immer noch werden Kleiderspenden abgegeben, mittlerweile muss nach einem zweiten Raum im alten Rathaus gesucht werden. Im Laufe der vergangenen Monate hat sich auch ein Verein gegründet, der die Arbeit der Unterstützer noch weiter verbessern wollte. Mit „Penzlin weltoffen“ haben nicht nur die Helfer einen festen Anlaufpunkt, auch die Flüchtlinge haben eine Orientierungshilfe.
Doch nicht nur sie – auch Betriebe und Privatunternehmer sollten einen Blick auf die Internetseite des Vereins werfen. Viele der Afrikaner haben dort ihr Profil eingestellt, damit mögliche Arbeitgeber wissen, welche Qualifikationen sie haben und in welchem Bereich sie bisher gearbeitet hatten. Zwei von ihnen sind sogar schon in einem Praktikum untergekommen. Bei all der Hilfe lernen die neuen Mitbürger auch ein Stück weit die deutsche Kultur. So wurden sie zu einer Weihnachtsfeier in die Neue Burg eingeladen. Dort kam der Weihnachtsmann vorbei und brachte sogar kleine Geschenke mit.

02.01.2016 
Quelle: Nordkurier 

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