Hilfsnavigation

Blick auf Penzlin vom Mühlenberg Spiegelung
Logo natürlich Mecklenburgische Seenplatte
21.02.2017

Hinterm Gruselbau geht’s weiter – und erst richtig los

An der B 192 liegt Rockow, Ortsteil von Möllenhagen. Mehr als 100 Leute wohnen hier, die sich täglich zur Arbeit in einen anderen Ort aufmachen. Erstmals erwähnt wurde Rockow 1573. Als Meierei gehörte das Dorf zu Klein Plasten. Um 1800 wurde der Ort als eigenständiges Gut von Carl Friedrich Sponholz bewirtschaftet. Die Besitzer wechselten. Paul Sturbeck wurde 1945 während der Bodenreform enteignet.

Rockow. Eine Neubauwohnung auf dem Dorf zu haben – was war das für ein Privileg in früheren Zeiten. In den Wohnblock am Ortseingang von Rockow will heute aber keiner mehr ziehen. Zwei Mieter halten es darin noch aus. Einst in den 70er Jahren gebaut, verschandelt das unsanierte Haus heute den Dorfeingang. Dass es mal wieder bessere Zeiten erleben wird, ist mehr als fraglich. „Der Block wurde vor gut 16 Jahren von der Gemeinde verkauft. Ein Fehler. Ein Rückerwerb war nicht möglich”, sagt Bürgermeister Thomas Diener. Der Privateigentümer stamme aus Sachsen-Anhalt. Ob das noch so sei, könne er nicht sagen. Hätte die Gemeinde das Geld für den Wiedererwerb — was nicht der Fall ist —, wären ihr dennoch die Hände gebunden. „Wir könnten den Block abreißen, das Gelände aber nicht als Bauland nutzen”, so der Bürgermeister. Für den Block gebe es Bestandsschutz. Damit könne dieser noch Jahre vor sich hinrotten, ohne dass die Kommune Einfluss nehmen kann. „Eigentlich beginnt das Dorfleben ja auch erst hinter diesem hässlichen Wohnblock”, konstatiert Diener. Nur das wissen all jene nicht, die den Gruselbau von der Bundesstraße aus sehen.
Text: Monika Jacobs

21.02.2017 
Quelle: Nordkurier 

Kontakt

Stadt Penzlin
Der Bürgermeister
Warener Chaussee 55a
17217 Penzlin

Telefon +49 3962 2551-0
Fax +49 3962 2551-52
f.colberg@penzlin.de