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12.09.2018

Honigbienen machen rund um das Dorf reiche Beute

Zahlreiche Weiden, Hecken und Wälder machen Puchow zum Bienen-Paradies. Der Hitzewelle konnten die Tiere problemlos trotzen. Doch der Bienenzuchtverein sorgt sich um einen hartnäckigen Parasiten.

Puchow. In den malerischen Weiten rings um Puchow kommen nicht nur Naturfreunde voll auf ihre Kosten. Denn auf den zahlreichen Weiden und in den bunten Hecken und Wäldern machen immer mehr Honigbienen reiche Beute – und das auch während der Hitze-Welle der vergangenen Monate. „Für die Bienen war es das perfekte Flugwetter“, sagt Hobby-Imker Dirk Lindemann.
Der Vorsitzende des Bienenzuchtvereins Penzlin und Umgebung 1880 e.V. kümmert sich in seiner Freizeit-Imkerei in Rahnenfelde, einem Ortsteil von Puchow, um zehn Völker der Carnica-Honigbiene – eine der verbreitesten Bienen-Arten in Mecklenburg-Vorpommern. Lindemanns Bienen suchen sich ihre Pflanzen in einem Umkreis von etwa vier Kilometern.
Die fleißigen Insekten bedienen sich im Frühling vor allem an Löwenzahn und Raps. Im Sommer kosten sie schließlich den Nektar der vielen verschiedenen Blüten der Umgebung aus. So hätten laut Lindemann viele Landwirte um Puchow auf kleinen Ackerflächen zusätzliche Blumen als Nahrungsquelle für die Honigbienen ausgesät.
Mit der Anfang August abgeschlossenen Honigausbeute ist der Hobby-Imker in diesem Jahr sehr zufrieden. „Die Arbeit ist mit Abschluss der Ernte aber längst nicht zu Ende“, sagt Lindemann. Wie ein Haustier müsse das Volk behutsam gepflegt werden. Dazu gehöre auch regelmäßiges Füttern. Schließlich würden sich die Imker nicht zu knapp an den Vorräten der Bienen bedienen. So erhielten die Tiere einen speziellen Zuckersirup.

Lange Dürre hat den Tieren nicht viel ausgemacht
Der muss allerdings für viele Mäuler reichen: Ein Volk umfasst in der Sommersaison schätzungsweise 30 000 Bienen. Selbst im Winter tummeln sich laut Lindemann noch fast 10 000 Tiere in den Magazin-Beuten. Die aufopfernden Winterbienen würden vor allem der Königin über die kalten Tage helfen.
Auch wenn die diesjährige Dauer-Dürre den Honigbienen in der Idylle Puchows nicht viel ausgemacht hat, müssen die nützlichen Tiere von den Imkern vor Gefahren geschützt werden. Besonders hartnäckig: die Varroamilbe. Befällt der Parasit die schutzlosen Honigbienen, schwächt er ihr Immunsystem so stark, dass viele den Winter nicht überleben.
Auf den regelmäßigen Treffen des Bienenzuchtvereins Penzlin und Umgebung tauschen sich die 16 Vereinsmitglieder unter anderem über Schutzmaßnahmen gegen die aggressive Varroamilbe aus. So lassen sich die Bienen mitunter mit organischen Säuren wie Ameisensäure behandeln. Auch auf vermehrten Ausflügen, wie zu Schau-Imkereien, findet ein fleißiger Austausch statt – um den noch zu vergrößern, sucht der Verein übrigens noch weitere Mitglieder.

12.09.2018 
Quelle: Nordkurier 

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