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22.09.2015

Hoppla, Penzlin gehen die Baugrundstücke aus

Außenstehende werden es kaum glauben. Punschendörp vor den Toren der Kreisstadt etabliert sich immer mehr zum attraktiven Wohnort, von dem es auch nicht weit ist nach Neustrelitz oder Waren. Für weitere Zuzüge müssten bald neue Flächen erschlossen werden. Was macht den Standort denn so interessant?

Penzlin. In luftiger Höhe werben an den beiden Stadteinfahrten von Penzlin Spannbanner für Baugrundstücke am Großen Stadtsee. Von den einst 40 angebotenen Flächen sind noch 13 zu haben. „Die Neuwoges bat uns um diese Werbemöglichkeit. Sie übernahm die Grundstücke von der einstigen Neubrandenburger Stadtentwicklungsgesellschaft und will die Vermarktung vorantreiben“, sagt Bürgermeister Sven Flechner und kann das Unternehmen gut verstehen. Schließlich möchte dieses irgendwann die Bücher zum Penzliner Wohngebiet „Seeblick“ schließen und damit auch im voraus gezahlte Gelder wieder einfahren. Neben Penzlinern haben sich hier zahlreiche Neubürger angesiedelt.
Auch auf dem Döring wächst inzwischen ein Haus nach dem anderen. Auf diesem Flurstück, das die Stadt kurz nach der Wende zum Bauland etablierte, waren 30 Grundstücke für Eigenheimbauer ausgeschrieben. Das Interesse dafür zeigte sich anfangs sehr mäßig. Viele Jahre wohnten dort nur drei Familien. „Das hat sich erstaunlicherweise grundlegend geändert und so sind dort nur noch sieben Baugrundstücke im Angebot“, freut sich der Bürgermeister.
Wer inmitten einer Gartenanlage wohnen möchte, wird ebenfalls in Penzlin findig. Denn im Bereich der Neuen Straße gegenüber vom AWO-Pflegeheim gibt es neun Plätze für Häuslebauer. Nicht mehr genutzte Parzellen wurden in Bauland umgewandelt und werden zumeist von privater Hand veräußert. Auch im Innenstadtbereich gibt es noch so manche Baulücke, die mit einem Haus geschlossen werden könnte. Wie in der Verwaltung zu erfahren war, zeigen sich die Penzliner Grundstückspreise zwischen 30 und 40 Euro pro Quadratmeter recht annehmbar.
Wer in einem der 18 Ortsteile der Stadt bauen möchte, der muss schon auf die Suche gehen. So gibt es noch bis zu 15 Bauplätze in Alt Rehse sowie zwei Standorte in Marihn. In Klein und Groß Lukow, Groß Vielen und Mollenstorf können die Flächen bebaut werden, die bisher Standort von Wohnblöcken waren. Mit dem Abriss der Plattenbauten wurden diese Areale wieder frei.
„Mit 4250 Bürgern konnten wir zum Ende 2014 einen Einwohnerzuwachs vermelden, was auch mit den Eigenheimbauten im Stadtgebiet zu tun hatte. Hier anzuknüpfen, Neubürger zu werben und die Penzliner in der Stadt zu halten, verlangt neue Überlegungen“, gibt Sven Flechner zu verstehen und bedauert die vielen Sterbefälle in den vergangenen Monaten, die der Einwohnerbilanz stark zusetzen. Gehe der Baumboom so weiter, müsse Penzlin vielleicht schon 2016 sagen: „Nichts geht mehr...“. Doch der Bürgermeister möchte auch noch in fünf Jahren auf Anfragen positiv reagieren können. „Darum muss die Stadt in der Perspektive weiteres Bauland erschließen. Eine Hürde bildet dabei allerdings der fehlende Flächennutzungsplan für Penzlin, der Voraussetzung für das Erstellen von weiteren Bebauungsplänen ist“, spricht der Verwaltungschef ein mögliches Problem an. In dieser Frage will er darum alsbald das Gespräch mit der Kreisverwaltung suchen.

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m.jacobs@nordkurier.de

22.09.2015 
Quelle: Nordkurier 

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