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17.08.2016

Horrorhaus Rethra lockt jetzt Gaffer an

Mit Zaungästen müssen die Alt Rehser in diesen Tagen leben. Gar zu spannend scheint für die ungebetenen Besucher das Haus zu sein, in dem vergangene Woche eine verweste Frauenleiche gefunden wurde.

Alt Rehse. Das Dorf kommt nicht zur Ruhe. Durch das bundesweit große Medieninteresse an dem mysteriösen Leichenfund, scheinen nun auch immer mehr Schaulustige gezielt hierher zu fahren, um sich ein Bild von dem Horrorhaus zu machen. Das rot-weiße Flatterband rund um das Grundstück soll schon zerfetzt gewesen und wieder erneuert worden sein, erzählt man im Dorf. Vielleicht durch den Wind. Vielleicht aber auch durch jene Zeitgenossen, die sich ein wenig zu dicht an das Haus wagen.
Es sollen auch schon Jugendliche direkt auf dem abgesperrten Areal gesehen worden sein. Die Bewohner sind auch um die Kinder aus der Gemeinde besorgt, für die es ein Leichtes sei, den flachen Zaun zu überwinden. „Wenn die Großen ihnen das vormachen!“ Auf dem Grundstück läge nach wie vor Müll. Der werde auch außerhalb der Absperrung vor dem verwaisten Haus immer mehr. Und das gefällt den Rehsern gar nicht. Sie hätten das Ordnungsamt informiert.
Die Staatsanwaltschaft weiß nach Angaben von Gerd Zeisler „nichts vom Flatterband und dem Müll“. Noch werde die Sperre nicht abgekommen. Er könne aber noch nicht sagen, wann: „Das hängt von den Ermittlungen ab. Vielleicht muss man ja doch noch einmal auf das Grundstück. Bis die Spurenauswertung endgültig abgeschlossen ist, wird das Band wohl noch bleiben.“
Unterdessen ist die Identität der stark verwesten Frauenleiche, die am vergangenen Dienstag im Haus des in U-Haft sitzenden Ex-Wirtes gefunden wurde, noch ungeklärt. Die Staatsanwaltschaft rechnet laut Zeisler heute „oder noch später“ mit einem Ergebnis aus der Greifswalder Rechtsmedizin.

17.08.2016 
Quelle: Nordkurier 

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