Hilfsnavigation

Blick auf Penzlin vom Mühlenberg Spiegelung
Logo natürlich Mecklenburgische Seenplatte
09.08.2016

In Groß Vielen fliegen die Rösser

Groß Vielen bei Penzlin wurde am Wochenende wieder zum Mekka für Fans des Pferdesportes. Zur Freude der Gastgeber glänzten auch die Lokalmatadoren.

Groß Vielen. Der Turnierort Groß Vielen bei Penzlin gehört zu den ältestes und traditionsreichsten in Mecklenburg-Vorpommern. Am Wochenende zog wieder Leben auf den Turnierplatz am Kiebitzmoor ein. 120 Reiter aus 45 Vereinen kämpften in 18 Prüfungen und Wettbewerben um Sieg und Platz. Im Großen Preis der Stadt Penzlin zogen sechs Reiter-Pferd-Paare in das Stechen des mittelschweren Springens ein. Steffi Rauschenberg, die für den RSV Vier Tore Neubrandenburg im Sattel sitzt, griff mit Quintina SR ins Geschehen ein.
Mit hohem Tempo schon über die Startlinie und schräg auf den ersten Oxer, war der Wille zum Sieg erkennbar. Vor dem letzten Steilsprung noch mal „aufs Hinterbein“ gebracht, wie es in der Fachsprache heißt, weil dort einige Reiter scheiterten, war der Ritt fehlerfrei beendet und die Großanzeige zeigte 28,50 Sekunden an. Das war der Sieg vor „Maxi“ Hoffschildt und Kathrin Wollert. „In Groß Vielen war ich in den letzten Jahren immer erfolgreich. Nachdem ich 2014 den Großen Preis gewann und im vorigen Jahr Zweite wurde, wollte ich den Titel unbedingt wieder zurückholen. Ich danke Quintina, die stets toll für mich kämpft und mir die Siege ermöglicht“, sagt Steffi Rauschenberg. Der Dank an ihr Pferd zeigt, wieviel Horsemanship sie in sich trägt.
Die Gastgeber hatten mit Steffi Rösler und Stefan Hentschel das Nachsehen. Doch auch diese beiden Groß Vielener Leistungsträger gingen bei dem Turnier nicht leer aus. Im M-Springen am Samstag, nachdem ein heftiger Tornado 10 Minuten über Groß Vielen hinweg zog und auf dem Platz mit Hilfe vieler Reiter alles wieder hergerichtet war, fing Stefan Hentschel mit seinem Pferd Baltasar aus familieneigener Zucht Steffi Rauschenberg noch ab, die schon wie die Siegerin aussah. Beide lieferten die einzigen fehlerfreien Ritte und Hentschel war als letzter Starter 15 hundertstel Sekunden schneller. Der 3. Platz ging mit vier Fehlern an Luisa Meier aus Fürstensee mit La Sanna.
Vor dem Großen Preis am Sonntag gab es ein L-Springen in dem Kathrin Wollert mit Charmina den Sieg nach Tenze holte. Ihr galt die besondere Sympathie, weil sie Anfang Juli einen schweren LKW-Unfall mit Pferden hatte und diesen physisch immer noch am verarbeiten ist. An die beiden Groß Vielener Steffi Rösler und Dieter Gottschalk ging mit Ciddow und Coralie der 2. und 3. Platz. Auch im L-Springen am Samstag musste der 53-jährige Dieter Gottschalk mit dem 2. Platz Vorlieb nehmen. Auf der Schimmelstute Coralie war er zwar schneller als die Siegerin Luisa Meier mit La Sanna, bekam aber vier Fehler. Dafür gewann er das Ü40 Springen mit dem sechsjährigen Lovinsky aus eigener Zucht. Die Plätze 3 und 4 im L-Springen nahm Steffi Rösler mit Ciddow und Achilles ein.
Die 40-jährige Berufsreiterin Steffi Rösler sollte aber auch zu einem Sieg kommen. Am Samstag um 23 Uhr stand ihr Erfolg im „Kultspringen“ unter Flutlicht fest. Mit vier Fehler im Stechen auf Urena war sie gut drei Sekunden schneller als Teamkollege Dieter Gottschalk, der auf Coralie ebenfalls vier Fehler hatte. Vorjahressieger Ralf Gramenz wurde auf Ublesko Dritter.
„Ich nehme schon so viele Jahre am Flutlichtspringen teil, endlich konnte ich es mal gewinnen“, sagte Steffi Rösler bei der Siegerehrung.

09.08.2016 
Quelle: Nordkurier 

Kontakt

Stadt Penzlin
Der Bürgermeister
Warener Chaussee 55a
17217 Penzlin

Telefon +49 3962 2551-0
Fax +49 3962 2551-52
f.colberg@penzlin.de