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Blick auf Penzlin vom Mühlenberg Spiegelung
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20.10.2017

In Penzlin trifft sich das ganz entschleunigte Deutschland

Cittaslow heißt Entschleunigung. Dahinter verbirgt sich eine deutschlandweite Bewegung. Und das kleine Penzlin mischt als einzige ostdeutsche Kommune dort mit. Die Kleinstadt kann viele Pluspunkte vorweisen, wie sie jetzt unter Beweis stellte.

Penzlin. Die Kleinstadt Penzlin befindet sich auf gutem Weg, um ihren Einwohnern noch mehr Lebensqualität zu bieten. Darin sind sich jedenfalls Mirko Meinhart, Erster Stadtrat, und der Abgeordnete Jens Kamin einig. Das bestätigten ihnen auch die Teilnehmer der Herbsttagung Cittaslow Deutschlands, die Donnerstag in der Neuen Burg zusammenkamen. Sie vertraten zehn der insgesamt 17 Mitgliedskommunen, die größtenteils an touristischen Orten in Bayern und an der Weinstraße zu finden sind. Mit der aktuellen Bewertung gibt es viele Punkte für die Stadt in Mecklenburg, wie Präsident Manfred Dörr sagte. Seit 2013 ist Penzlin Mitglied im Netzwerk der lebenswerten Städte und damit derzeit die einzige ostdeutsche Kommune. Den Weg bereitete bereits 2007 die Gemeinde Marihn, die das Dorf als kleinste Einheit in die Bewegung einbrachte. Mit der Fusion übernahmen auch die Punschendörper die Herausforderung, sich den Anforderungen von Cittaslow zu stellen.
„In dieser globalen Welt geht es darum, sich die regionalen Besonderheiten zu bewahren. Gerade auf dem Lande tragen diese Anstrengungen dazu bei, dass die Menschen auch in den Dörfern ihren Lebensmittelpunkt finden”, erläuterte Manfred Dörr, Bürgermeister der Stadt Deidesheim. Während der Beratung konnten die Penzliner ihren Gästen zahlreiche Projekte vorstellen, die zur Entschleunigung beitragen und das Typische und Liebenswerte der kleinen Kommune unterstützen.
Jens Kamin nennt in diesem Zusammenhang die sanierte Große Straße, die vor dem Bau der Umgehung als Hauptmagistrale durch die Innenstadt führte. Neben neuer Straßendecke und Bürgersteigen wurde hier auch Augenmerk auf die Nebenanlagen gelegt.

Konkreter Einblick in den Alltag von Penzlin

So entstanden Sitzplätze für die älteren Bürger und Spielbereiche für die Kinder. Und über den Hexenbrunnen freuen sich alle in der Stadt. „Aber auch Sanierung, Ausbau und Neubau des Voß-Hauses am Markt sind mehr als nur Erbepflege”, so Mirko Meinhart. Mit dem Literaturhaus gebe es bald neben der Alten Burg einen besonderen touristischen Anziehungspunkt in der Kleinstadt.
Ganz konkret zeige sich der Cittaslow-Gedanke beim Penzliner Landmarkt, der Anfang des Monat von vielen Vereinen in Groß Vielen ausgerichtet wurde. Während eines Stadtrundgangs, dem Besuch von Burg und Kirche bekamen die Tagungsgäste einen konkreten Einblick vom kommunalen Alltag in Penzlin. Interessante Gespräche gab es auch im Schlosshotel Marihn mit Inhaber Günter Zobel sowie bei einem Abendessen im sanierten Speicher des Ortes, in dem die dortige Dorfgemeinschaft regelmäßig Treffen für Alt und Jung anbietet.
Wie von Manfred Dörr zu erfahren war, wurde während der Tagung in Penzlin die Gemeinde Zwingenberg an der Hessischen Bergstraße als neues Mitglied in die Citta-slow-Bewegung Deutschland aufgenommen.

Kontakt zur Autorin
m.jacobs@nordkurier.de

20.10.2017 
Quelle: Nordkurier 

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