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16.06.2015

Investoren lassen Villa-Träume platzen

Mit Projekten stellen sich auch Hoffnungen ein. Investoren hatten einen Blick auf eine alte Villa in Penzlin geworfen und sie für seniorenfreundliches Wohnen auserkoren. Ein Lichtblick für das Haus, die Stadt und für ältere Menschen. Doch für die Pläne sieht es mehr als düster aus.

Penzlin. Aus der Traum. Bürgermeister Sven Flechner hat von Investoren einen Korb bekommen. Die Absage bezieht sich auf die Villa am Beyerplatz 4, in der nach umfangreicher Sanierung eine Senioren-Wohngemeinschaft für ältere Bürger entstehen sollte. „Eine der Investorinnen teilte mir mit, dass sowohl aus persönlichen als auch aus finanziellen Gründen das Projekt nicht umsetzbar sei“, bedauert der Verwaltungschef. Denn die Stadt hätte das Vorhaben mit Fördermitteln unterstützen können, da das denkmalgeschützte Haus im Sanierungsgebiet liege.
Im Februar dieses Jahres offerierte die Gruppe aus Neubrandenburg während der Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses ihre Pläne, die in der Stadt mit Wohlwollen aufgenommen wurden. Steht die Villa am Beyerplatz doch schon viele Jahre leer und vermittelt einen traurigen Anblick. Dabei hat sie mit dem Stadtsee und dem vielen Grün vor der Tür einen optimalen Standort. Auch die gerade neu gestaltete Straße ist ein Pluspunkt für das Haus. Die Investoren wollten 1,6 Millionen Euro in den Umbau stecken. Platz hätte es auf der Wohnfläche von 800 Quadratmetern für drei Wohngemeinschaften gegeben, die 24 Mieter hätten aufnehmen können. Aber auch die Nebengebäude sollten mit einem Café und einem Tante-Emma-Laden eine neue Nutzung erfahren.
Daraus wird nun nichts. Damit zählt die stadtbildprägende Villa weiterhin zu den historischen Bauten in Penzlin, die wie vergessen erscheinen. Man sollte nicht über ungelegte Eier sprechen, könnte nun manch einer sagen. Doch davon hält der Bürgermeister gar nichts. Denn schließlich solle Kommunalpolitik weitestgehend transparent sein. Dennoch werden Erinnerungen wach. So rannte 2004 ein Ex-Hamburger fast die Türen zum Penzliner Rathaus ein. Er wollte in der Turmstraße eine Hotel bauen und dabei auch das ehemalige Voß-Haus einbeziehen. Es blieb bei Versprechen und einer Menge Ärger für die Stadt.
Dass die Senioren-Wohngemeinschaft am Beyerplatz 4 nicht realisiert wird, dass empfindet auch Hildtraut Fischer als sehr schade. „Viele Penzliner haben sich gefreut, dass das leer stehende Haus endlich wieder eine Perspektive bekommt. Ich hatte schon angefangen, geschichtliche Daten zur Villa zu sammeln und wollte diese Mappe dann irgendwann den neuen Nutzern zukommen lassen“, sagt die Penzlinerin, die sich gut auskennt in der Stadtgeschichte. Diese Arbeit kann sie sich vorerst sparen.

Kontakt zur Autorin
m.jacobs@nordkurier.de

16.06.2015 
Quelle: Nordkurier 

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