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17.02.2018

Jetzt weiß die Pastorin, wo dieses Möllenhagen liegt

Pastor Hartmuth Reincke aus Penzlin kann aufamten. Denn eine junge Berufskollegin aus Bad Doberan entbindet ihn von seinem Vertretungsdienst in der Nachbargemeinde. Mit Julia Radtke haben die Christen in Möllenhagen und Ankershagen wieder eine feste Ansprechpartnerin.

Möllenhagen/Penzlin. Die Küche wird wie in einer Wohngemeinschaft genutzt. Das heißt, Julia Radtke teilt sich dieses Reich mit der Kirchengemeinde, die beispielsweise im Pfarrhaus in Möllenhagen eine kleine Bibliothek betreibt. Das Gebäude im Parkweg ist für die junge Frau ein zweites Zuhause geworden. Seit Monatsbeginn ist sie die neue Pastorin in der Kirchengemeinde Möllenhagen-Ankershagen und wurde schon sehnsüchtig erwartet. Schließlich übernahm Pastor Harmuth Reincke aus Penzlin nach der Verabschiedung von Pastorin Angelika Finkenstein vor einem Jahr vertretungsweise die Pfarrstelle in Möllenhagen. Mit der inzwischen erfolgten Fusion der Penzliner Gemeinde mit Mölln ist sein Aufgabenfeld sehr viel größer geworden. Da kommt die Entlastung gerade richtig.
„Ich werde aber nur ein Jahr hierbleiben. Mein Mann Christoph absolviert noch sein Vikariat in der Innenstadtgemeinde von Rostock. Hat er den Praxis-Abschluss in der Tasche, wollen wir nach Schleswig-Holstein zurückgehen”, erzählt die 29-Jährige, die in Berlin geboren wurde. Aufgewachsen ist sie in der Nähe von Flensburg, wo sie in der Gruppe der evangelischen Gemeindepfadfinder den Weg zum christlichen Glauben fand. Ein freiwilliges ökologisches Jahr in Plön beim Träger Koppelsberg im Jugendpfarramt der Nordkirche bestärkte den Berufswunsch, Seelsorgerin zu werden. Dabei reizten auch die Sprachen wie Hebräisch, Latein und Griechisch. Ihr Theologiestudium führte sie von Halle an der Saale über Strasbourg im Elsass nach Berlin. Das Examen machte sie schließlich in Hamburg.

Erste Gottesdienste liegen schon hinter ihr
„Nach dem Studium führte mich die zweieinhalbjährige praktische Ausbildungszeit nach Bad Doberan in die Münstergemeinde. Von dort ging es eben hierher”, kommt Julia Radtke auf Wegstrecken ihres bisherigen beruflichen Werdegangs zu sprechen. Dass sie Möllenhagen anfangs nicht mal auf der Landkarte gefunden habe, darüber kann sie inzwischen lachen. Anhaltspunkt für den neuen Einsatzort bildete für sie lediglich ein Zeltplatz bei Neustrelitz, auf dem die Pfadfinder vor vielen Jahren in wunderschöner Natur campten.
Als Pastorin zur Anstellung leistet sie sozusagen einen Probedienst, verwaltet in erster Linie die Pfarrstelle. Mit den ersten Gottesdiensten in den Kirchen Möllenhagen und Ankershagen hat sie bereits eine Hürde genommen. Der Frühlingsblumenstrauß auf dem Küchentisch erinnert an diese schönen Momente.
„Für mich ist erstaunlich, was die Ehrenamtlichen hier leisten. Das fängt mit dem Aufschließen der Kirchentür an und endet noch lange nicht beim Läuten der Glocken”, hat die Pastorin erfahren. Und auch, dass viele Menschen freundlich und hilfsbereit auf sie zukommen.
Schon viele Ideen für die nächsten Monate
Während der Übergabe der Pfarrstelle schmiedete die neue Mitarbeiterin zusammen mit Pastor Hartmuth Reincke viele Ideen für die nächsten Monate. Doch zunächst muss sie erst alle ihre zuständigen fünf Kirchen in Bereich Möllenhagen-Ankershagen kennenlernen, einschließlich der Friedhöfe natürlich. „In Rumpshagen streikte der Schlüssel, so dass ich noch keinen Blick in das Innere der kleinen Dorfkirche werfen konnte”, erzählt Julia Radtke, die auch in die Gemeindearbeit von Penzlin-Mölln mit eingebunden werden soll.
Mit dem 25. Februar steht für sie um 14 Uhr in der Kirche von Möllenhagen ein besonderer Moment bevor. Im Rahmen der Ordination wird Pröpstin Britta Carstensen aus Neustrelitz Julia Radtke zur Pastorin auf Lebenszeit berufen. „Nach dem Studium, der praktischen Arbeit und den vielen Prüfungen ist das für mich ein Höhepunkt im Leben”, freut sich die junge Theologin auf diesen Tag. Selbstverständlich reist dazu auch ihr Ehemann aus Bad Doberan an. Sind die gemeinsamen Stunden doch momentan aufgrund der weit voneinander entfernten Arbeitsorte sehr bemessen.

17.02.2018 
Quelle: Nordkurier 

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