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23.01.2018

Junge Familien kommen zurück nach Hause

Gab es zuvor im Amtsbereich sinkende Einwohnerzahlen, hat sich diese Bilanz 2017 stabilisiert. Allerdings nicht durch die Stadt Penzlin, denn die schwächelt ein wenig.

Penzlin. Wichtiger Wachstumsfaktor für eine Kommune ist die Einwohnerzahl. Basieren doch darauf auch die Schlüsselzuweisungen des Landes, die nun mal bares Geld in die Haushaltskasse bringen. Die Kleinstadt Penzlin vermeldet für das Jahr 2017 eine Einwohnerzahl von 4217 Einwohnern. Im Jahr zuvor waren es noch 18 Bürger mehr. 36 Geburten standen 46 Sterbefällen gegenüber.
„Der daraus entstehende negative Saldo verkleinerte sich. Aber es gab erstmals wieder mit 8 Leuten mehr Weg- als Zuzüge”, bilanziert Bürgermeister Sven Flechner. Diejenigen, die der Stadt den Rücken kehrten, seien vor allem Asylbewerber gewesen. Insofern sei zu schlussfolgern, dass in Penzlin mit dem Thema Asyl keine demografischen Probleme zu lösen seien, so der Verwaltungschef.
Sehr viel stabiler und damit erfreulich zeigt sich die Entwicklung der Einwohner insgesamt im Amtsbereich Penzliner Land, zu dem die drei Gemeinden Möllenhagen, Ankershagen und Kuckssee gehören. Hier sind 6810 Bürger zuhause. Dass es in der aktuellen Jahresbilanz ein Manko von 19 Menschen gibt, ist vor allem der Stadt Penzlin zuzuschreiben. Landesprognosen sagen voraus, dass auch das Penzliner Land im Jahr 2030 weniger als 6000 Einwohner vorweisen könne. Darum hat der Amtsausschuss zum Jahresende beschlossen, gemäß des Leitbildgesetzes des Landes M-V Gespräche mit den Nachbarn aufzunehmen.
„Gut ist aber, dass immer mehr junge Familien sich für Penzlin als Wohnstandort interessieren. Darunter sind auch Ehemalige, die es einst in die Fremde zog”, weiß Sven Flechner. Sie kehren mit ihren Familien zurück in die Heimat. Das habe auch praktische Gründe. Denn Oma und Opa vor Ort bei sich zu haben, komme auf jeden Fall den Enkelkindern zugute. Zudem werde dadurch der Schulstandort gesichert. Und neue Kitaplätze werden gebraucht. Dabei hofft die Stadt auf die Kirchengemeinde, die den Bau einer zweiten Einrichtung plant.
„Nach wie vor besteht ein großes Interesse an Bauland in Penzlin. 2017 gab es 81 Bauanträge bzw. Voranfragen, davon allein 17 für Eigenheime”, so der Bürgermeister. Darum sollen weitere Wohngebiete entstehen. So soll am Großen Stadtsee ein zweiter Bereich erschlossen werden. Standorte für acht Häuser werden zudem von privaten Investoren im Ortsteil Werder geschaffen.
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m.jacobs@nordkurier.de

23.01.2018 
Quelle: Nordkurier 

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