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22.07.2017

Kasse leer – Volk steht im Regen

Blitz, Donner und starker Regen setzten der Begehung am Donnerstagabend ein jähes Ende. Doch im Bau- und Umweltausschuss ist der prekäre Zustand der Straße Am Burgwall auch so bekannt. Eigentlich wäre der längst behoben, hätten die Anwohner nicht plötzlich auf die Bremse getreten.

Möllenhagen. 50 000 Euro stehen für die Straßenunterhaltung im Haushalt 2017 zur Verfügung. Diese knappen Gelder wirkungsvoll einzusetzen, bereitet den Abgeordneten Möllenhagens Kopfzerbrechen. Denn katastrophale Straßenverhältnisse zeigen einen enormen Reparaturstau auf. Darum hoben die Mitglieder des Bau- und Umweltausschusses in ihrer Sitzung zunächst die Straße am Burgwall aufs Tableau.
Trotz Ausbesserung der Winterschäden zeigt sich der Asphalt löchrig und oft voll großer Regenpfützen. „Nur ein grundlegender Ausbau dieser Strecke würde für lange Zeit Abhilfe schaffen”, sagte Ausschussvorsitzender Uwe Karge. Auch über den angrenzenden unbefestigten Kastanienweg sei diesbezüglich nachzudenken. Würde weiter auf Verschleiß gefahren, sei die Strecke irgendwann nicht mehr nutzbar. Die Verantwortung liege auf Seiten der Kommune. Es müsse endlich was geschehen.
Abermals brachte Gemeindevertreter Jürgen Hirlemann seinen Vorschlag ein, den Durchgangsverkehr in der Straße Am Burgwall zu minimieren. Das könnte schon mit einer Beschilderung ab der B 192 bewerkstelligt werden. Schließlich könnten Lkw-Fahrer und Landwirte auch die Kreisstraße nutzen, die durch das Dorf führe.
An diesem Punkt erinnerte Bürgermeister Thomas Diener daran, dass der Elternrat der Kita und Vertreter der Schulen für die Sicherheit der Kinder um einen Zebrastreifen auf der erwähnten Kreisstraße kämpfen. „Ihnen ist das Verkehrsaufkommen vor den Türen der Einrichtung schon jetzt viel zu hoch. Und dann wollen wir ihnen noch die Fahrzeuge vom Burgwall zukommen lassen?”, fragte das Gemeindeoberhaupt und sprach gleichzeitig die Kostenfrage für einen möglichen Ausbau an. Denn dafür müssten sowohl Kommune als auch Anlieger aufkommen.
Gerade dieser Punkt hatte viele Möllenhagener in die Bauausschusssitzung gelockt. Und manch einer hätte in der Runde schon gern erfahren, welche Beiträge auf ihn als Grundstücksbesitzer zukommen würden. Abgeordneter Torsten Lohmann gab zu bedenken, dass es in Finanzierungsfragen schwer sei, einen Kompromiss mit den Bürgern zu finden. Das habe er selbst im Ortsteil Wendorf erfahren.
Dass schon einmal Planungsunterlagen für den Burgwall erstellt wurden, fügte Thomas Diener an: „Wir waren schon kurz vor der Ausschreibung für die Arbeiten, da wurde von den Anliegern die Notbremse gezogen. Das passierte auch mit den Plänen für die Bahnhofstraße”. Aus den Besucherreihen kam die Anregung, die Straße Am Burgwall nur mit einer neuen Asphaltdecke zu versehen.
Da die Runde auf keinen gemeinsamen Nenner kam, wurde das Thema an die Gemeindevertretung weiter gegeben. Hilfreich sei eventuell, so der Ausschussvorsitzende, die bereits vorhandenen Planungsunterlagen nochmals hervorzuholen. So wäre eine Orientierung zu den Kosten möglich. Falle eine Entscheidung zum Straßenausbau, würden die Anwohner mit einbezogen werden.
Priorität habe bei den aktuellen Instandsetzungen die weitere Beseitigung der Winterschäden auf der Straße am Burgwall. Darin waren sich die Ausschussmitglieder einig. Gelöst werden müsste ein Wasserproblem bei einer Familie im Kastanienweg, dessen Ursache offensichtlich aus einer öffentlichen Baumaßnahme stamme. Bleibe dann noch Geld übrig, sollten Bankette auf der Straße zwischen Rockow und Kraase aufgearbeitet werden.
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m.jacobs@nordkurier.de

22.07.2017 
Quelle: Nordkurier 

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