Hilfsnavigation

Blick auf Penzlin vom Mühlenberg Spiegelung
Logo natürlich Mecklenburgische Seenplatte
12.07.2014

Keine Dinosaurierzähne

Gold, Juwelen oder Diamanten? Nein, das kann man auf der alten Burg nicht finden, wenn man nach Schätzen gräbt. Aber ganz ohne Beute geht keiner vom Hof – hier gilt es, ganz andere Dinge zu entdecken.

PENZLIN. Kleine Schatzgräber,
die Penzliner Burg ist
Euer Ziel! Denn am Sonnabend,
5. August, dürfen sie
besondere Beute machen.
Da können die Mädchen und
Jungen nach Schätzen auf
dem Burghof stöbern. Seit
1998 leitet Wiebke Hanke
vom Kulturhistorischen Museum,
das in dem uralten
Gemäuer untergebracht ist,
diesen im Ferienpass angebotenen
Tag. Und obwohl vor
einigen Jahren, als das Haus
saniert wurde, echte Archäologen
vor Ort waren, finden
sich noch jetzt wahre Schätze
im historischen Burggraben.
„Ich staune immer wieder,
was wir hier nach all den
Jahren Suche noch finden“,
erzählt Hanke, während sie
an der Ausgrabungsfläche
hockt und zeigt, wie die Kinder
den Sand in Schichten
abtragen und durchsieben
werden. Und prompt hält sie
einen Knochen in der Hand.
„Das ist ein Stück eines Geflügelknochens“,
sagt sie.
Manche kommen jedes
Jahr wieder
Um 10 Uhr ist am 5. August
Treff an der Burg. Nach einer
kleinen Stärkung und Einweisung
in die Arbeit, geht
es hinter das historische Gemäuer.
Unter der Tür, die
aus der mittelalterlichen
Schwarzküche führt, wird
gesucht. „Früher wurden alle
möglichen Dinge einfach aus
dieser Tür geworfen. Sie verschwanden
im Burggraben,
der hier entlang führte“, erklärt
Hanke.
In einem kleinen Eimer,
den jedes Kind bekommt,
werden die Fundstücke gesammelt.
Am frühen Nachmittag
werden die Stücke
dann auf einem weißen Tuch
ausgelegt. Wiebke Hanke
wird jedem Kind genau erklären,
was es gefunden hat und
aus welcher Zeit es stammen
könnte. Eines der Stücke dürfen
die Kleinen mit nach Hause
nehmen. „Am beliebtesten
sind die vermeintlichen Dinosaurierzähne.
Die natürlich
keine sind, aber Zähne und
Knochen finden die Kinder
am spannendsten“, so Hanke.
Sie betont aber, dass es sich
dabei um keine Menschenoder
eben Dinoknochen
handle. Und natürlich nehmen
einige der Nachwuchsarchäologen
auch Scherben
des mittelalterlichen Geschirrs
mit. Viele Kinder sind
so begeistert, dass sie trotz
der anstrengenden Arbeit
die Pausen völlig vergessen.
„Manchmal müssen wir die
Kinder förmlich überreden,
eine Pause zu machen und
mit uns zu spielen oder zu
essen“, lächelt Hanke.
Viele der kleinen Forscher
haben so viel Spaß, dass sie
jedes Jahr wiederkommen.
Aber natürlich sollen und
dürfen auch Neue dazukommen.
Wiebke Hanke empfiehlt
die Schatzsuche ab frühestens
fünf Jahren. „Es ist wirklich
anstrengende Arbeit,
auch wenn wir natürlich aufpassen“,
erklärt sie.

Von Lisa Walter

12.07.2014 
Quelle: Nordkurier 

Kontakt

Stadt Penzlin
Der Bürgermeister
Warener Chaussee 55a
17217 Penzlin

Telefon +49 3962 2551-0
Fax +49 3962 2551-52
f.colberg@penzlin.de