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10.08.2016

Kino in Penzlin? Es lebt wieder auf

Sich mit anderen zu treffen und einen schönen Abend zu verbringen, dafür sind Kinobesuche bestens geeignet. Nur was, wenn es im Ort kein Kino gibt? Penzlin hat sich dafür bei den Nachbarn in Alt Rehse eine Idee abgeguckt.

Penzlin. An Filmvorführer Willi Bröhl erinnert sich wohl noch so mancher Penzliner. Kinovorstellungen gab es im Wallschlösschen und später in der Villa am Beyerplatz. „Da haben wir mit unseren Kindern den Streifen ,König der Löwen‘gesehen“, weiß Dagmar Kaselitz noch. Das ist allerdings schon eine Weile her. Es wurde still um das mobile Kino, die Leute favorisierten das Fernsehprogramm.
Auf Geschichten aus der Traumfabrik und das gemeinsame Anschauen eines Filmes wollten die Einwohner aus dem benachbarten Alt Rehse aber nicht mehr verzichten. Und so ließ der Lindendorf Alt Rehse e. V. schon vor zwei Jahren den Landfilm wieder aufleben und lädt dazu an jedem zweiten Donnerstag im Monat in das Dorfgemeinschaftshaus ein.
Mit gutem Echo wie Eva-Maria Kersten sagt. „Im Schnitt sind es 15 Leute, die regelmäßig kommen. Es waren aber auch schon mal 25 Gäste hier“, erzählt die Frau, die im Dorf auch zu Keramikkursen und in ihr kleines Café am Teich einlädt. Aus dem Angebot der vom Abspielring zum Verleih frei gegebenen Filme werde ein Streifen für Alt Rehse ausgesucht. Als kleines „Kino“ müsse man sich allerdings manchmal hinten anstellen und mit einer Alternative zufrieden sein. „Wir machen Programmkino. Die Zuschauer wollen hier nicht die Filme sehen, die sonst zu Hause über den Bildschirm flackern. Es geht auch um Entspannung und etwas fürs Herz“, sagt Eva-Maria Kersten. Und nicht nur Alt Rehser sind Kinofans geworden, auch aus den umliegenden Orten gesellen sich Besucher hinzu.
Diese Kino-Idee greift nun der Penzliner Kulturverein auf und ist bereits erste Schritte gegangen. So konnte nach Aussage von Bürgermeister Sven Flechner, der Vorstandsmitglied im Verein ist, bereits ein Beamer angeschafft werden. Unterstützung gab es dafür bei der Jost-Reinhold-Stiftung. „Ich denke, dass wir in unserer Truppe Technikinteressierte finden, die dieses Gerät bedienen und sich vielleicht auch den Hut für die Kinoveranstaltungen aufsetzen werden“, hofft Dagmar Kaselitz.
In der Neuen Burg ist bereits der geeignete Raum gefunden. Jetzt gehe es um all die rechtlichen Dinge und um das Ausleihverfahren. Partner ist dabei der Filmclub Güstrow e. V., der inzwischen 60 Leinwände in kulturellen Kinos bespielt. Statt Landfilm soll die Aktion in Penzlin „Kleinstadt-Kino“ heißen und auch einmal im Monat zum geselligen Treff werden. Club-Atmosphäre ist gefragt. Da könne auch ein Glas Wein während der Vorstellung getrunken werden und im Nachhinein könnte es ein ungezwungenes Gespräch über das Gesehene an.
Einige Penzliner wurden schon hellhörig und freuen sich auf die Kinoabende, die vorerst den Erwachsenen vorbehalten sein sollen. „Die Premiere ist am 25. August um 19.30 Uhr in der Neuen Burg. Der Film dafür wird noch ausgesucht“, kündigt Dagmar Kaselitz als Vorsitzende des Kulturvereins erwartungsvoll an.
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m.jacobs@nordkurier.de

10.08.2016 
Quelle: Nordkurier 

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