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19.12.2017

Kirchengemeinde will eine neue Kita bauen

Die Penzliner Kirchengemeinde kann frohlocken. Unterstützt der Landkreis sie doch mit 700 000 Euro für den Neubau einer Kita. Als Bauherr hat die Kirchengemeinde nun viel zu bedenken und muss intensiv planen. Sie hofft darum auch auf kommunale Unterstützer.

Penzlin. Da gibt es für Pastor Hartmuth Reincke und die Kirchengemeinde Penzlin-Groß Lukow zum Jahresende noch eine harte Nuss zu knacken. Der Landkreis sicherte den Penzlinern für den Bau einer weiteren Kindertageseinrichtung eine Fördersumme von 700 000 Euro zu. „Das ist eine 90-prozentige Förderung für das Vorhaben, die Kirchengemeinde müsste ungefähr 80 000 Euro an Eigenmitteln dazu fügen. Doch das sollte zu schaffen sein”, gibt der Vorsitzende des Kirchengemeinderates zu verstehen, bewertet das Vorhaben aber durchaus als eine große Hausnummer.
Jetzt müssten Nägel mit Köpfen gemacht werden, damit bis zum Jahresende wichtige Unterlagen für die Kita auf den Weg gebracht werden könnten. So habe es bereits erste Gespräche mit einem Grundstückseigentümer gegeben. Auch kirchliche Behörden seien in die weiteren Entscheidungen mit einzubeziehen.
Seit 2008 ist die Kirchengemeinde Träger der evangelischen Kita „Simon unterm Regenbogen” am Stadtsee. Mit 70 Mädchen und Jungen — einschließlich der Hortplätze — ist hier längst die Kapazitätsgrenze erreicht. Eine Erweiterung ist nicht möglich. Darum gab die Kirchengemeinde dem Kreisjugendamt während eines Gesprächs im Sommer nicht gleich einen Korb, sondern erbat sich Bedenkzeit. Denn hier wurde angesprochen, dass in Penzlin der Bedarf an Kitaplätzen momentan nicht abgedeckt werden könne. Als Grundzentrum müsse die Kleinstadt zehn weitere Krippen-, 30 Kindergarten- und 20 Hortplätze anbieten, lautete die Empfehlung. Mit am Tisch saßen in der Runde die Diakonie, die Arbeiterwohlfahrt mit den Einrichtungen „Am Burggarten” und der Außenstelle „Malliner Mäuse” im benachbarten Ortsteil.

Die Stadt wäre attraktiver für junge Familien
Während die AWO für sich keine Möglichkeiten sah, ihre Kapazitäten zu erweitern, wollte die Kirchengemeinde das Anliegen im größeren Kreis beraten. Daraus ergab sich schließlich der Förderantrag an den Landkreis, der für die Penzliner wohlwollend entschieden wurde.
„Bei der Suche nach einem geeigneten Standort ist die Nähe zur Kirche und zu unserem Demenzgarten erwünscht. Darum müsste die neue Einrichtung schon in Innenstadtnähe errichtet werden”, gibt Hartmuth Reincke zu verstehen. Laufen die Planungen fristgerecht an und sind alle finanziellen Fragen geklärt, könnte durchaus schon im Herbst 2018 Baubeginn sein. Ein Jahr später könnte die Eröffnung erfolgen. Ob das Geld für den Bau reicht, wie die Ausstattung finanziert werden soll — all diese Fragen bewegen die künftigen Bauherren schon jetzt. Vor allem das Besetzen der Kita mit Fachkräften könnte nach Meinung des Pastors ein Problem werden. Denn schon heute sei es schwierig, beispielsweise eine Schwangerenvertretung für die Kita am See zu bekommen. Die Kirchengemeinde würde sich beim Bau einer neuen Kita über Unterstützung der Stadt freuen. Schließlich wäre die Kommune mit einem höheren Betreuungsschlüssel für Kinder besonders attraktiv für den Zuzug von jungen Leuten.
Neben dem Kitabau warten auf Hartmuth Reincke 2018 weitere Herausforderungen. So soll die historische Orgel in Mollenstorf eine Sanierung erfahren. Beschlossene Sache ist inzwischen, dass sich die Penzliner Kirchengemeinde mit den Nachbarn in Mölln zum Jahresbeginn zusammenschließt. Damit kommen 400 Gemeindemitglieder hinzu. 16 Kirchen und die dazu gehörenden 25 Friedhöfe machen dann die Kirchengemeinde Penzlin-Mölln aus.

19.12.2017 
Quelle: Nordkurier 

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