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28.04.2017

Kleiderkammer behält Heimvorteil

Für kleines Geld gibt es in der Kleiderkammer des Landfrauenverbandes in Möllenhagen mitunter sogar ein Teil, an dem noch das Preisschild hängt. Die Spendenbereitschaft ist groß, die Regale sind gut gefüllt. Doch eine Überlegung der Gemeinde hätte das ändern können.

Möllenhagen. Die zentrale Lage in der Neuen Straße 31 in Nachbarschaft von evangelischer Grundschule und Bauhof bringt der Kleiderkammer in Möllenhagen viel Laufkundschaft. Die Regale sind momentan gut gefüllt, dank der Spendenbereitschaft der Bürger. „Wir haben zudem vier Altkleidercontainer stehen, die regelmäßig geleert werden“, sagt Petra Ruddeck, die die Kleiderkammer des Landfrauenverbandes Waren-Müritz e.V. zusammen mit weiteren Helfern betreut.
Werden die Behälter in Penzlin, Groß Plasten und Kargow nur einmal die Woche angefahren, so muss der Container hinter dem Amtshaus in Möllenhagen schon zweimal die Woche beräumt werden. Alle Spenden werden dann durchsortiert und nach Größen in den jeweiligen Regalen verstaut. Mitunter werden jetzt auch schon wieder Wintersachen in der Kleiderkammer abgegeben, die vorsorglich für den Ansturm in der kalten Jahreszeit beiseite gelegt werden.
„Wir werden gut besucht, haben auch viele Stammkunden. Für einen kleinen Obolus kann jeder bei uns etwas erwerben“, sagt Petra Ruddeck. Ob Alleinstehende mit Kind, Rentner oder jene, die wenig verdienen, hier seien alle willkommen. Sogar die afrikanischen Flüchtlinge aus Penzlin kamen schon des öfteren mit dem Fahrrad in Möllenhagen vorbei.
Neben Hosen, Jacken und Pullovern finden sich in der Kleiderkammer auch Haushaltsutensilien wie Geschirr, Gläser und Gardinen. Sogar ein Hundekörbchen lugt unter einem der Tische hervor. „Wir helfen auch bei Haushaltsauflösungen“, erzählt die Mitarbeiterin der Kleiderkammer. Mit den eingenommenen Geldern finanziert der Landfrauenverband beispielsweise die Miete für die von der Gemeinde zur Verfügung gestellten Räume. War die Kleiderkammer früher im Gutshaus in Schwastorf zu finden, so hat sie seit 2003 ihren Standort in Möllenhagen in der einstigen Grundschule.
Dunkle Wolken sorgten jedoch in den vergangenen Wochen für ein wenig Aufregung bei Petra Ruddeck und ihrem Team. Plante die Gemeinde Möllenhagen doch, in Groß Varchow, Kraase, Rockow und Lehsten weitere Altkleidercontainer aufzustellen. Da diese Problematik im nichtöffentlichen Teil beispielsweise des Bauausschusses eine Rolle spielte, konnte sich Petra Ruddeck bei den Abgeordneten kein Gehör dazu verschaffen. Es bestand ganz einfach die Befürchtung, dass die Kleiderkammer in Möllenhagen damit durch auswärtige Unternehmen große Konkurrenz bekommen könnte. Das hätte dann auch die Kundschaft zu spüren bekommen.
Doch diese Befürchtungen sind nun vom Tisch. Wie Bürgermeister Thomas Diener sagte, hat sich die Gemeindevertretung gegen weitere Altkleidercontainer ausgesprochen. „Wir wollen keine bestehenden Strukturen kaputt machen und so die Einrichtung des Landfrauenverbandes unterstützen“, erklärte er.
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m.jacobs@nordkurier.de

28.04.2017 
Quelle: Nordkurier 

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