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12.02.2013

Kleiner Platz im Park ganz groß

Wenn sich das Dorf und seine Gäste im Juni zum 55. Sportfest rüsten, sind alle mit dabei. Und Klaus Kamin schwelgt in vielen schönen Fußball-Erinnerungen.
Klein Lukow. „Vor der Gründung des Sportvereins gab es hier nix“, erinnert sich Klaus Kamin. Er muss es wissen. Denn er war 1958 mit dabei. Nicht mal einen Sportplatz zum Fußballspielen hatten sie hier.
Damals hatten sich die Fußball-Enthusiasten des Dorfes mehrfach in der alten Stellmacherei versammelt und beraten, wie es weiter gehen könne. Der 21. März wurde schließlich später in der Vereinschronik als Gründungstag festgehalten. BSG „Traktor“ Klein Lukow nannten sie ihren Sportverein damals. Von den rund 20 Gründungsmitglieder leben noch drei im Dorf – einer davon ist Kamin. Hat all die Spiele und Sportfeste miterlebt, die in all den Jahren stattfanden und Lukow über die Ortsgrenzen hinaus bekannt gemacht haben.
„Im ersten Jahr haben wir noch in Puchow auf dem Platz gespielt“, erinnert sich der frühere Mittelstürmer Kamin. 1961 sei dann der eigene Platz in der früheren Gutspark-Anlage eingeweiht worden. Die Fläche war immer recht knapp. „In der Mitte mussten wir einige große Bäume fällen“, erinnert er sich. In den guten Jahren hätten sich aus den 250 bis 280 Lukowern bis zu drei Mannschaften rekrutiert. „Doch heute haben wir zwei große Probleme: Der Nachwuchs für die Jugendmannschaft wächst nicht nach.“ Und ihr Kleinfeld-Platz werde von den Fußball-Oberen und im Regelwerk des Fußballverbandes nicht mehr zugelassen. Es müsse auf Großfeld gespielt werden. So sei es heute eigentlich kaum noch möglich, wenigstens in der Kreisliga mitzuspielen. Früher habe es die Männermannschaft sogar bis rauf in die Bezirksklasse geschafft. Selbst Frauenfußball wurde hier schon gespielt, als an Fußball-Damen wie Silvia Neid oder Birgit Prinz noch lange nicht zu denken war. Zum großen Sportfest kommen sie aus der ganzen Umgebung des kleinen Dorfes. Der Vereinsraum verwandelt sich an diesem Wochenende dann in ein kleines gemütliches Kaffee. „Aal-Greifen vom Fahrrad aus war früher sehr beliebt. Darf aus Tierschutzgründen ja nicht mehr gemacht werden“, schwelgt Kamin in Erinnerungen. Früher gab es auch Ochsen vom Spieß und das ganze Dorf war auf den Beinen. Beim Volleyball-Turnier im Vorjahr waren sieben Mannschaften am Netz. Aus dem Stiefelweitwurf habe man später Stiefelzielwurf „entwickeln“ müssen, eben auch weil der Platz selbst dafür zu klein wurde.
Der Verein, der sich heute zeitgemäß nicht mehr „Traktor“ sondern „LSV 1958“ nennt, kann sich bei allen nur bedanken: der Blaskapelle Penzlin, den tanzenden Speichermäusen, Kampf- und Schiedsrichtern, Kuchenbäckerinnen, Kaffeestubenbesatzung, Kassierern und Tresen-Crew.
Obwohl gerade noch der Maulwurf in diesen Winterwochen den Platz unbespielbar macht und Klaus Kamin Zornfalten auf die Stirn treibt. Das ganze Dorf freut sich schon jetzt auf das 55. Dorfsportfest im Park von Klein Lukow am ersten Juli-Wochenende 2013.
12.02.2013 
Quelle: Nordkurier 

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