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Blick auf Penzlin vom Mühlenberg Spiegelung
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13.01.2014

Kleines Penzlin dreht große Räder

Ein ganzes Jahr feierte Penzlin den 750. Stadtgeburtstag. Zum Jahresempfang in der Neuen Burg gab es wieder ein volles Haus. Und die Penzliner zeigten sich gastfreundlich, sind keinesfalls veranstaltungsmüde.

Nicht nach Athen, sondern nach Bad Homburg will Dr. Bernd-Albrecht Freiherr von Maltzan die Eule mitnehmen. „Sie bekommt in meinem Arbeitszimmer einen würdigen Platz“, versicherte der Ausgezeichnete. Mit dem gewichtigen Vogel aus Metall, angefertigt vom Penzliner Kunstschmied Uwe Böttcher, wurde Bernd-Albrecht von Maltzan beim Jahresempfang in Penzlin die diesjährige Johann-Heinrich-Voß-Ehrung zuteil. Seit 2001 würdigt die Stadt damit hervorragende Leistungen in Kultur und Ehrenamt. Nicht immer seien in den vergangenen Jahrhunderten die Beziehungen zum uradligen Geschlecht von Maltzan für die Penzliner problemlos gewesen. Darum sei es erfreulich, wie sich Bernd-Albrecht von Maltzan seit 2008 intensiv in die Entwicklung der Kommune einbringe, sagte Bürgermeister Sven Flechner (WPL). „Ob bei der Sanierung der Marienkirche, beim wissenschaftlichen Projekt zur Maltzanschen Parklandschaft, bei der Sanierung des Voß-Hauses, der Profilierung der Stadt zum Festspielort – es gibt viele Aktivitäten zu nennen“, würdigte das Stadtoberhaupt das Engagement des Ehrengastes.

Dankesworte gingen an diesem Abend auch an die Penzliner und Förderer, die den 750. Stadtgeburtstag im Vorjahr zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht hatten. „Wir haben gemeinsam ganz große Räder gedreht. Die Gefühle lassen sich kaum in Worte fassen. Fast ein ganzes Jahr feierte diese kleine Stadt. Allein in Penzlin gab es 60 Veranstaltungen“, schaute Sven Flechner begeistert zurück.

Ob Sängertreffen, Sommerfest am See, „Zeitreise“-Vorträge, Burg- und Stadtfest und schließlich der Abschluss zu Silvester an der Alten Burg mit über 500 Besuchern – jedes Event sei ein großer Erfolg gewesen. Auch die Gäste aus der niedersächsischen Partnerstadt Otterndorf bescheinigten den Penzlinern eine tolle Feier, die ein neues Wir-Gefühl habe reifen lassen.

Neben den Hochs gab es auch Tiefs wie Stadtpräsident Gerhard Kresin (FDP) erläuterte. So sorgte die Absicht von Investoren, im Penzliner Gemeindegebiet weitere Windkraftanlagen zu errichten, für große Unruhe in der Stadtvertretung. Eine Bürgerinitiative lief Sturm. „Zu keinem Zeitpunkt hatte die Stadtvertretung jedoch beschlossen, den geltenden Bebauungsplan im bestehenden Eignungsraum zu Gunsten weiterer, doppelt so hoher Windräder zu ändern“, stellte der Stadtpräsident klar und ergänzte: „Wir Stadtvertreter sind verpflichtet, unsere Entscheidungen im Rahmen der Gesetze zu treffen. Diese Pflicht bringt es zwangsläufig mit sich, dass wir auch unangenehme Dinge regeln müssen.“ Mit den bevorstehenden Kommunalwahlen im Mai bestehe die Möglichkeit für neue Kandidaten, sich in diesem Ehrenamt zu behaupten. Dieses Anliegen unterstrich auch Amtsvorsteher Thomas Diener und warb gleichzeitig für Anwärter für den neuen Kreistag an der Seenplatte.

Mit dem Schwung der 750-Jahr-Feier im Rücken geht Penzlin trotz angespannter Haushaltslage 2014 neue Herausforderungen an. Dazu gehören das Bauvorhaben Grundschule mit einer Kostensumme von 4,4 Millionen Euro, ein neues Feuerwehrgerätehaus in Alt Rehse, die Sanierung des Voß-Hauses am Markt, der Ausbau des Radweges Alter Bahndamm sowie die Erneuerung der Mauerstraße.

Während des Jahresempfangs wurden Melanie und Jan Krause mit dem Sanierungspreis 2013 geehrt, die mit der Sanierung des historischen Hauses in der Grapenwerder Straße 5 ein Abenteuer wagten.

Stehende Ovationen gab es am Abend für Kulturfrau Dagmar Kaselitz, die seit 24 Jahren in der Stadtverwaltung arbeitet und nicht nur die Burgfeste zum Erfolg brachte. Sie wechselt als SPD-Kommunalpolitkerin in den Landtag.

13.01.2014 
Quelle: Nordkurier 

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