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29.03.2017

Komm, wir spielen mal wieder was... !

Regelmäßig treffen sich Jung und Alt zum Spiel in Möllenhagen. Die Würfel und Figuren stammen aus der Holzwerkstatt der benachbarten Schule und sind ein Geschenk für die Senioren.

Möllenhagen. Eine besondere Spiellust hat die Gäste der Awo-Tagespflege in Möllenhagen erfasst. Kein Wunder. Gab es dieser Tage doch Nachschub für die gemeinsame Beschäftigung. Dafür sorgten die Schüler der benachbarten Regionalen Schule „Heinrich Schliemann“, die in der Holzwerkstatt für die älteren Leute Neues bauten, das zur Fitness im Alter beitragen soll. Längst hat sich die Projektgruppe auf Spiele spezialisiert, nimmt dafür auch Anregungen von den Mitarbeitern der Awo-Einrichtung auf. „Das Mensch-ärgere-dich-nicht-Spiel für sechs Personen ist immer noch der Renner bei uns. Das neue Halma-Spiel könnte sicher ebenso einen Beliebtheitsgrad erlangen”, sagt Anja Dreyer, Leiterin der Tagespflege. Schon seit einigen Jahren gebe es den Kontakt zur benachbarten Schule, der auf besondere Weise die Generationen zusammen bringe.
„In diesem Schuljahr kommen montags und mittwochs Schüler der 5. bis 9. Klasse in der Projektgruppe zusammen. Die Neuntklässler sind bereits seit fünf Jahren mit von der Partie in der Holzwerkstatt. Der Zuspruch fürs handwerkliche Arbeiten hat generell zugenommen”, freut sich Projektleiter Hans-Joachim Behne. Er arbeitete einst als Lehrer für Werken und Technik an der Möllenhagener Schule, bringt sich nun als Senior in die unterrichtsfreie Zeit ein. Die jeweils elf Schüler der Gruppe haben Spaß daran, nützliche Dinge aus Holz zu fertigen. Dabei werden auch eigene Ideen umgesetzt.
So konzipierte Dustin Pätsch aus Recht- und Dreiecken ein besonderes Legespiel für die Senioren. Bevor die Schüler ihre Werke verschenken, probieren sie die Produkte zunächst selbst einmal aus. „Zu den jeweiligen Treffen nehmen wir immer fünf neue Spiele mit, die wir als Geschenke in der jeweiligen Einrichtung lassen“, erklärt Hans-Joachim Behne.
Vom Erfindergeist und handwerklichem Geschick der Schüler profitieren inzwischen auch Senioren der Awo-Tagespflege in Penzlin sowie der dortigen Diakonie-Einrichtung. Anliegen der Macher ist es, mit Würfeln und Figuren, Spaß zu bereiten sowie Denken, Geschicklichkeit und Feinmotorik der älteren Menschen zu fördern. Selbst an Demenz Erkrankte finden Zugang zu diesen Beschäftigungen. Die größere Spielfiguren lassen sich gut in die Hand nehmen, verlangen kein Fingerspitzengefühl. Unterstützt wird das Schulprojekt übrigens von der Aktion „Schule Plus“ der RAA M-V.
Wie von Hans-Joachim Behne zu erfahren war, gibt es für die Perspektive eine besondere Idee. Nach einem Warener Stadtplan von 1699 soll mit Holzteilen das Leben in einer mittelalterlichen Stadt nachgebaut werden.

29.03.2017 
Quelle: Nordkurier 

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