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12.03.2013

Kräuterschnaps statt Zaubertrank

Besen, Flammen, schwarze Katzen – die Walpurgisnacht wird vor allem mit Hexen in Verbindung gebracht. Dabei sollten die ersten Feiern dieser Art gerade die Schauerwesen vertreiben.
Von unserem Redaktionsmitglied
Carsten Schönebeck

Penzlin. In der Nacht zum ersten Mai brennen in einigen Großstädten vor allem Autos. Doch auch in den ländlichen Gegenden werden Feuer entfacht. Hier sollen nicht etwa der Kapitalismus vertrieben werden, sondern böse Geister. Denn vor grauen Vorzeiten diente der 1. Mai den alten Germanen als Jahresanfang. Analog zu heutigen Silvesterbräuchen sollten Feuer und Lärm die Geister der Vergangenheit verscheuchen. Noch heute wird in vielen Orten „in den Mai getanzt“. Der Wonnemonat gilt vielen als ein gefühlter Frühlingsanfang, abseits von Kalender und Meteorologie.
Die Dichtung der frühen Neuzeit brachte den Vorabend des Gedenktages der Heiligen Walburga mit Hexen-Treffen in Verbindung. Und die Hexen wiederum verbinden die Stadt Penzlin mit dem Datum. Seit 20 Jahren wird die Walpurgisnacht an der Alten Burg begangen. „So wie es im Moment aussieht, müssen wir dann wohl noch den Winter vertreiben“, sagt Dagmar Kaselitz. Als Kulturbeauftragte der Stadtverwaltung organisiert sie gemeinsam mit dem Förderverein der Alten Burg das Spektakel.
Das Museum zur Hexenverfolgung beteiligt sich ebenfalls an der Feier. Abendliche Führungen durch den Hexenkeller und manch alkoholhaltiger „Zaubertrank“ werden geboten. Dagmar Kaselitz hofft auf viele Kostümierte: „Wir wollen schließlich wieder Burg-Hexlein und -Hexe küren.“ Die Titel werden für die schön-schaurigsten Gewandungen vergeben.
Die Feier steht in diesem Jahr auch unter dem Stern der 750-Jahr-Feier. „Wir planen eine 750 Meter lange Lichterschlange aus Lampions und Fackeln“, so Kaselitz. Spätestens die sollte den Winter das Fürchten lehren.

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c.schoenebeck@nordurier.de
12.03.2013 
Quelle: Nordkurier 

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