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27.04.2013

Lebenspark Alt Rehse darf vorerst weiterleben

Die Richterin hat gesprochen - vorerst: Im insolvenzbedrohten Lebenspark Alt Rehse wollte der Eigentümer das bunte Treiben gerichtlich untersagen. Und das im Eilverfahren. Er scheiterte.
(cs)
Neubrandenburg/Alt Rehse. „Wir wollen weitermachen. Und wir wollen dabei nicht drangsaliert werden.“ Fast ein wenig trotzig gibt Bernhard Wallner zu Protokoll, was auch andere Bewohner des Lebensparkes in Alt Rehse derzeit umtreibt.

Rund 20 von ihnen haben sich im Neubrandenburger Landgericht eingefunden. Als Sprecher der Betreibergesellschaft sitzt Wallner auf der Anklagebank. Ihm gegenüber der Eigentümer des Parks. Gerd Preissing ist zu dem Zivilprozess aus der Oberpfalz angereist. Doch die mehr als 600 Kilometer dürften sich für ihn kaum gelohnt haben.

Denn was sich im Verfahren schon andeutet, bestätigt dass Urteil am späten Nachmittag. Mit seiner Forderung, dass auf dem Gelände keine Veranstaltungen mehr stattfinden dürfen, scheitert Preissing vor Gericht. Für den Augenblick. Denn Richterin Susan Hegen-Deters sieht keinen Grund für das angestrebte Eilverfahren. Es ging dabei im wesentlichen um Seminare und Foren mit bis zu 200 Teilnehmern.

"Wenn dort etwas passiert, bleibe ich auf dem Schaden sitzen"

Preissing war vom Verkauf des Geländes zurückgetreten, nachdem die Betreiber des Parkes ihren Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachgekommen waren. Dass dieser Rücktritt rechtskräftig ist, zweifeln die Betreiber an.

Preissing argumentiert, die Veranstaltungen und die geplanten Baumaßnahmen der Bewohner würden das Grundstück gefährden. Insbesondere, weil seiner Kenntnis nach kein Versicherungsschutz bestünde. „Wenn dort etwas passiert und eines der denkmalgeschützten Gebäude abbrennt, dann bleibe ich auf dem Schaden sitzen“, so Preissing.

Denn bei der Betreibergesellschaft wird gerade die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens geprüft. „Bei denen ist doch nichts zu holen“, so der Eigentümer. Auch die Tatsache, dass der Park öffentlich zugänglich ist, missfällt Preissing. Dies geschehe gegen seinen ausdrücklichen Willen.

Richterin ermahnt den Eigentümer

Wallner hingegen erklärt, alle nötigen Versicherungen seien abgeschlossen. Ein Verbot der Veranstaltungen würde den Parkbewohnern ihre Lebensgrundlage entziehen. „Wenn wir uns mit Herrn Preissing nicht einig werden sollten, dann wollen wir uns zumindest geordnet zurückziehen“, so Wallner.

Richterin Hegen-Deters jedenfalls sieht durch die Veranstaltungen kein erhöhtes Risiko für das Gelände und die Gebäude. „Da passiert genau das gleiche, wie in den Jahren zuvor. Dass hat Sie damals nicht gestört“, mahnt sie den Eigentümer. Auch ihr Drängen auf eine außergerichtliche Einigung scheitert. So bleibt vorerst alles beim Alten.
27.04.2013 
Quelle: Nordkurier 

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